IBM Aktie: Übernimmt britische Logiq Consulting
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 04:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
IBM treibt den Ausbau seiner Dienstleistungen und Technologieplattformen voran. Am Donnerstag gab der Konzern die Übernahme des britischen Beratungsunternehmens Logiq Consulting von dessen Eigentümern bekannt.
Mit diesem Schritt erweitert die Sparte IBM Consulting ihre Kapazitäten in den Bereichen Cybersicherheit sowie souveräne Technologien. Das Angebot richtet sich speziell an Kunden aus regulierten Branchen und dem öffentlichen Sektor im Vereinigten Königreich. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht offengelegt.
Blockchain-Integration und Rechnerinfrastruktur
Ebenfalls am Donnerstag stellte IBM technologische Neuerungen für den Finanzsektor vor. Das System Digital Asset Haven wurde in das blockchain-basierte Shared Ledger von Swift integriert, um Transaktionen mit tokenisierten Bankeinlagen zu ermöglichen.
Parallel dazu führte der Konzern eine lokale Beta-Bereitstellungsoption ein, die direkt vor Ort implementiert werden kann. Diese Anbindung soll herkömmliche Netzwerke mit neuen Formen digitaler Guthaben verknüpfen.
Ergänzend verstärkte das Unternehmen am 22. September seine Aktivitäten in der universitären Forschung. Gemeinsam mit der Marist University startete IBM einen Innovations-Inkubator, der mit einem Großrechner des Typs IBM z17 ausgestattet ist. Die Kooperation dient der wissenschaftlichen Erforschung künstlicher Intelligenz und bereitet Studierende auf berufliche Anforderungen vor.
Qualifikationsdebatte und Halbleiterforschung
Während IBM die Entwicklung von KI-Technologien forciert, verweist eine unternehmenseigene Erhebung auf damit verbundene Herausforderungen in der Arbeitswelt. Am 21. September stellte das IBM Institute for Business Value Ergebnisse einer Befragung von Personalverantwortlichen vor.
Demnach befürchten 60 Prozent der Beschäftigten, dass künstliche Intelligenz ihre Fähigkeiten schwächt. Als am häufigsten von einem Rückgang bedrohte Eigenschaft stuften die Befragten kritisches Denken ein.
Längerfristige technologische Initiativen verfolgt das Unternehmen auch im Bereich der Hardware. Diese Mittel sind für die Erforschung und Entwicklung von Fertigungsprozessen für Quanten-Wafer vorgesehen.
Notierung im Jahresverlauf belastet
An den Finanzmärkten spiegelt sich die operative Tätigkeit bisher nicht in Kursgewinnen wider. Am Freitag schloss das Papier im deutschen Handel bei 197,84 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 24 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 292,85 Euro ist die Notierung damit deutlich entfernt.
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