Hunting, Aktie

Hunting Aktie: Kuwait bremst Ausblick

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 10:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Ölfeldausrüster Hunting kappt seine Jahresziele wegen eines neu aufgerollten Kuwait-Tenders. Die Halbjahreszahlen fallen schwächer aus, die Dividende steigt dennoch.

Hunting senkt EBITDA-Prognose nach Kuwait-Auftragsverschiebung
Industrielle Industrieanlage in der Dämmerung als Symbol für den Energiesektor. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein verschobener Auftrag aus Kuwait reißt ein Loch in die Jahresprognose von Hunting. Der Öl- und Gasausrüster musste seine EBITDA-Guidance für 2026 senken, nachdem Kuwait Oil Company (KOC) signalisiert hat, ein bereits im April gestartetes Tenderverfahren für OCTG-Rohre komplett neu aufzurollen.

Kuwait-Verzögerung kostet zehn Millionen Dollar

Der Effekt ist konkret beziffert: Die Verschiebung drückt das EBITDA 2026 um rund zehn Millionen Dollar. Hunting korrigiert seine Prognose deshalb auf eine Spanne von 138 bis 141 Millionen Dollar — leicht unter der bisherigen Zielmarke. Ein neues, beschleunigtes Verfahren soll im dritten Quartal 2026 starten, das Ergebnis binnen eines Monats feststehen. Etwaige neue Aufträge würden aber erst 2027 verbucht.

Die Halbjahreszahlen selbst fielen bereits gedämpft aus. Der Umsatz sank um 6 Prozent auf 497,0 Millionen Dollar, das EBITDA brach um 12 Prozent auf 62,1 Millionen Dollar ein. Grund war vor allem der Wegfall von KOC-Aufträgen, die im Vorjahreszeitraum noch verbucht wurden, dazu kam schwächere Auslastung im Advanced-Manufacturing-Geschäft.

Der freie Cashflow drehte auf minus 27,8 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein Zufluss von 66,2 Millionen Dollar stand — Hunting rutschte zudem von einer Nettocash-Position von 44,7 Millionen Dollar in eine Nettoverschuldung von 51,4 Millionen Dollar.

Nicht alles läuft schwach. Die Sparten Subsea und Perforating Systems liefen im ersten Halbjahr deutlich besser, getragen von starker Auftragsdynamik und Rekord-Auslandsverkäufen bei Perforating Systems. Die Subsea-Sparte profitierte zusätzlich von der im Juni 2025 übernommenen Flexible Engineered Solutions.

Dividende steigt trotz schwächerer Zahlen

Trotz des Ergebnisrückgangs erhöht Hunting die Zwischendividende auf 7,0 Cent je Aktie, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 6,2 Cent. Der Vorstand bekräftigte zudem das Ziel, die Ausschüttung bis Ende des Jahrzehnts jährlich um 13 Prozent zu steigern. Ausgezahlt wird die Dividende am 30. Oktober 2026, der Ex-Tag ist der 1. Oktober.

Für das laufende Rückkaufprogramm über 40 Millionen Dollar bleibt es beim Zeitplan bis März 2028 — inklusive des ersten Programms hätte Hunting damit insgesamt 100 Millionen Dollar an Aktionäre zurückgegeben.

Für 2027 rechnet das Management weiterhin mit Wachstum, gestützt auf die breitere Aufstellung des Konzerns in Nordamerika, Südamerika und Westafrika. Sollte sich die Lage im Nahen Osten stabilisieren, erwartet Hunting eine rasche Erholung der dortigen Aktivität — bis dahin bleibt der Kuwait-Tender das zentrale Risiko für die Ergebnisse der kommenden Quartale.

Anzeige

Hunting-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hunting-Analyse vom 21. August liefert die Antwort:

Die neusten Hunting-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hunting-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hunting: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | GB0004478896 | HUNTING | boerse | 69979809 |