Huhutech, Kurs

Huhutech: Kurs stürzt 20 Prozent ab

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 19:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Umsatz legte im ersten Halbjahr zu, während sich Huhutechs Nettoverlust auf 16,65 Millionen US-Dollar erhöhte.

Huhutech-Aktie verliert 20 Prozent trotz neuer Aufträge in Deutschland
Ein einsamer Händler an einem modernen Schreibtisch vor unscharfen Monitoren in einer Finanzumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Huhutech International verbucht heute einen deutlichen Kursrutsch um 20 Prozent auf 3,14 USD. Für diese scharfe Abwärtsbewegung am heutigen Mittwoch ist kein bestätigter Anlass aus dem Unternehmen oder dem Branchenumfeld bekannt. Die jüngsten operativen Nachrichten aus dem Konzern deuteten zuletzt auf eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten hin.

Gestern meldete das Unternehmen den Eingang neuer Aufträge bei seiner deutschen Tochtergesellschaft HUHU Technologies Deutschland GmbH. Die Abschlüsse im Bereich der Automatisierungs-Systemintegration umfassen ein Gesamtvolumen von etwa US$1,12 Millionen. Die damit verbundenen Lieferungen und technischen Dienstleistungen vor Ort sollen über einen Zeitraum von ungefähr zwölf Monaten erbracht werden.

Pipeline-Projekte in Japan und Fortschritte beim Vakuumofen

Die Auftragserteilung in Deutschland folgt auf eine Reihe von Projektankündigungen aus den vergangenen Wochen. Am 29. September stellte Huhutech zwei potenzielle Vorhaben in Japan in Aussicht, deren Gesamtwert auf rund US$12 Millionen geschätzt wird.

Beide Projekte könnten nach Unternehmensangaben im vierten Quartal 2026 in die Phase vertraglicher Vereinbarungen übergehen. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses wäre die Umsetzung im Zeitraum von Mitte 2027 bis Ende 2028 vorgesehen. Feste Verträge bestehen diesbezüglich bislang nicht.

Zudem gab das Management am 1. Oktober einen Zwischenstand zur Vermarktung des HB-800-Vakuumofens bekannt. Huhutech steht demnach im Dialog mit fünf Herstellern von Optoelektronik sowie weiteren Chipherstellern aus den Segmenten Micro-LED und VCSEL. Eine erste Kaufvereinbarung wurde für den Zeitraum vor Ablauf des Jahres 2026 in Aussicht gestellt, wenngleich das Zustandekommen eines Vertrags nicht garantiert ist.

Deutlich ausgeweiteter Fehlbetrag im ersten Halbjahr

Dennoch bleibt die fundamentale Lage durch hohe Verluste geprägt. Den am 23. September vorgelegten ungeprüften Halbjahreszahlen für die ersten sechs Monate bis zum 30. Juni 2026 zufolge stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 8,6 Prozent auf US$10,67 Millionen.

Parallel dazu verdoppelte sich der Fehlbetrag beinahe: Der Nettoverlust stieg von US$8,73 Millionen im Vorjahreszeitraum auf US$16,65 Millionen. Je Aktie belief sich das Minus auf US$0,68 nach US$0,38 im ersten Halbjahr des Vorjahres. Der heutige Kursrückgang drückt den Titel deutlich unter das Niveau von gestern, als das Papier noch bei 3,92 USD notiert hatte.

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