Aktie, OmniBook

HP Aktie: OmniBook 5 kommt im Oktober

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

HP setzt auf neue KI-Notebooks, während sinkende PC-Absätze und höhere Komponentenpreise die Marge im Personal-Systems-Geschäft drücken.

Draufsicht auf Aktienzertifikat, ISIN-Karte US40434L1052, Tonerkassette und Computermaus auf Marmor
HP Inc. Aktienzertifikat und ISIN-Karte US40434L1052 im Flatlay mit Elektronik-Utensilien auf Marmor Illustration mit AI erstellt.

Mit zwei neuen Modellreihen will HP den Markt für künstliche Intelligenz auf dem Schreibtisch erobern. Die Produktoffensive soll die Nachfrage im Hardware-Segment beleben, in dem das Unternehmen zuletzt mit sinkenden Stückzahlen und steigenden Komponentenkosten zu kämpfen hatte.

Die Marktreaktion fiel verhalten aus. Im gestrigen Handel gab die HP-Aktie um 1,7 Prozent nach und schloss bei 28,05 Euro. Trotz dieses Rücksetzers verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein deutliches Plus von 45 Prozent.

Angriff im mittleren Preissegment

Das für Verbraucher konzipierte OmniBook 5 kommt im Oktober zu einem Einstiegspreis von 699,99 US-Dollar in den Handel. HP stattet das Gerät mit Intel-Core-Prozessoren der Serie „Wildcat Lake“ und integrierter NPU für KI-Anwendungen aus. Beim Bildschirm setzt der Konzern auf ein OLED-Panel, während die Akkulaufzeit bei lokaler Videowiedergabe nach eigenen Testangaben bis zu 42 Stunden erreichen soll.

Für Unternehmenskunden folgt im November das ProBook 4 G2iS 14, dessen Preis bislang noch offen ist. Neben einem 14-Zoll-OLED-Display bringt das Modell eine NPU-Rechenleistung von bis zu 17 TOPS mit. Damit zielt HP gezielt auf Firmenkunden ab, die ihre Flotten schrittweise für softwaregestützte KI-Workflows aufrüsten wollen.

Kostendruck und Margenbelastung belasten das PC-Geschäft

Die neuen Notebooks treffen auf ein anspruchsvolles Branchenumfeld. Zwar konnte HP im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den Konzernumsatz um 12,5 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar steigern. Gleichzeitig gingen die abgesetzten PC-Stückzahlen im Vorjahresvergleich um 16 Prozent zurück. Vor allem im Privatkundengeschäft brach das Volumen mit einem Minus von 19 Prozent ein.

Zusätzlich belasten steigende Beschaffungskosten für Arbeitsspeicher und Speichermedien die Profitabilität. In der Sparte Personal Systems sank die operative Marge im dritten Quartal auf 4,6 Prozent, nachdem sie im Vorquartal noch bei 5,2 Prozent gelegen hatte. HP rechnet auch für das vierte Quartal mit anhaltendem Kostendruck und stellt eine Erholung der Margen erst für das Geschäftsjahr 2027 in Aussicht.

Gegen diese Entwicklung steuert das Management mit einem Sparprogramm, das jährliche Einsparungen von 2 Milliarden US-Dollar bringen soll. Ob die neuen Rechner ausreichen, um die Trendwende bei den Auslieferungszahlen einzuleiten, dürfte sich erst mit den Verkaufszahlen des anstehenden Weihnachtsgeschäfts zeigen.

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