Honeywell, Aktie

Honeywell Aktie: Hammoud und Picon übernehmen im Oktober

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 03:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Honeywell besetzt Führungspositionen in Process Technology und Building Automation neu. Analysten zeigen sich trotz gemischter Q2-Zahlen vorsichtig optimistisch.

Honeywell ernennt neue Spitzenmanager für zwei zentrale Geschäftsbereiche
Modernes Industriegebäude mit kinoreifer Beleuchtung, das industrielle Fortschritt und Führungswechsel symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Industriekonzern Honeywell Technologies ordnet seine Führungsriege in zwei zentralen Geschäftsbereichen neu. Wie das Unternehmen mitteilte, werden zum 1. Oktober neue Vorstandschefs für die Sparten Process Technology sowie Building Automation berufen. Die personellen Veränderungen folgen auf die Eigenständigkeit des Bereichs Aerospace Technologies, der Ende Juni erfolgreich als Spin-off ausgegliedert wurde.

Erfahrene Manager für Kernsparten

Billal Hammoud übernimmt ab Oktober die Position des President und CEO für das Segment Process Technology. Der 54-jährige Manager folgt damit auf Ken West, der das Unternehmen bereits am 31. August verlassen wird.

Hammoud leitete zuvor den Bereich Building Automation und blickt dort auf eine erfolgreiche Bilanz zurück. Unter seiner Führung stieg das organische Wachstum dieser Sparte von 2 Prozent im Jahr 2023 auf zuletzt 8 Prozent im Jahr 2025 an.

Die Nachfolge von Hammoud im Bereich Building Automation tritt der 57-jährige Juan Picon an. Picon wird am 1. Oktober die Leitung des Segments übernehmen, das zuletzt durch strategische Zukäufe gestärkt wurde.

Dazu zählt insbesondere die Übernahme von Access Solutions für einen Betrag von 4,95 Milliarden US-Dollar. Durch diese Neubesetzungen setzt Honeywell auf Kontinuität und interne Expertise, um die Wachstumsdynamik in den verbleibenden Kerngeschäften nach der Aufspaltung beizubehalten.

Fokus auf profitables Wachstum

Die organisatorische Neuausrichtung findet in einem Umfeld statt, das in einzelnen Teilbereichen von Herausforderungen geprägt ist. Im Segment Process Automation verzeichnete das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 eine anhaltende Schwäche.

Der organische Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent, während die Segmentmarge um 180 Basispunkte auf 22,1 Prozent zurückging. Belastend wirkten sich hierbei vor allem Projektverzögerungen und ein schwächeres Aftermarket-Geschäft bei Katalysatorlieferungen aus.

Dem stehen positive Impulse aus der Prozesstechnologie gegenüber. Die Auftragseingänge in diesem Bereich kletterten im Jahresvergleich um 24 Prozent nach oben, gestützt durch eine robuste Nachfrage nach LNG-Lösungen und Automatisierungsprojekten.

Insgesamt meldete Honeywell für das zweite Quartal einen Umsatz von 9,72 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 3,4 Prozent entspricht. Der Gewinn pro Aktie lag mit 1,95 US-Dollar über den Erwartungen des Marktes.

Analysten bewerten Neuausrichtung unterschiedlich

An der Wall Street wird die Entwicklung von Honeywell derzeit mit vorsichtigem Optimismus beobachtet. Die Analysten von RBC senkten am Donnerstag zwar ihr Kursziel leicht von 298 auf 293 US-Dollar, behielten ihre Einstufung jedoch bei. Im Konsens bewerten 25 Analystenhäuser das Papier mehrheitlich mit einer Halte-Empfehlung, wobei das durchschnittliche Kursziel bei etwa 253,83 US-Dollar liegt.

Während JPMorgan das Ziel bei 255 US-Dollar sieht, zeigen sich Häuser wie Mizuho mit einem Ziel von 265 US-Dollar etwas zuversichtlicher. Ein zentraler Faktor für die künftige Bewertung wird die Fähigkeit des Managements sein, die Lieferkettenprobleme zu bewältigen, die zuletzt insbesondere im nun eigenständigen Aerospace-Bereich zu einer gesenkten Jahresprognose geführt hatten.

Honeywell selbst reagiert darauf mit einem Kapitalprogramm über eine Milliarde US-Dollar für Insourcing und Kapazitätserweiterungen, um die Abhängigkeit von kritischen Zulieferern zu verringern. Am 4. September plant das Unternehmen zudem die Auszahlung der vierteljährlichen Dividende in Höhe von 0,70 US-Dollar an seine Aktionäre.

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