Hochtief, Aktie

Hochtief Aktie: UGL übernimmt Arbeiten für Sybella

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Halbjahresplus beim operativen Gewinn und ein Auftragsbestand von 84,8 Milliarden Euro stützen Hochtiefs angehobene Jahresziele.

Fotorealistischer Blick auf HOCHTIEF AG Brückenbau mit Kränen im Sonnenuntergang
HOCHTIEF AG Brückenbau-Großprojekt DE0006070006 zeigt Kräne und Betonstützen bei Sonnenuntergang über dem Fluss Illustration mit AI erstellt.

Am 14. September meldete Hochtief einen weiteren Auftragserfolg im Bereich der erneuerbaren Energien. Die australische Tochter UGL übernimmt wichtige Arbeiten für das Solar- und Batteriespeicherprojekt Sybella des Betreibers APA. Damit baut der Essener Baukonzern seine Aktivitäten rund um die globale Energiewende konsequent aus.

An der Börse zeigte sich das Papier nach einer schwächeren Spätsommerphase zuletzt gefestigt. Am Donnerstag ging die Aktie bei 399,00 Euro aus dem Handel. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel ein Plus von 19 Prozent, bleibt jedoch unter dem bisherigen Jahreshöchststand von 554,50 Euro.

Die Serie an Großprojekten verdeutlicht den strategischen Wandel des Bauunternehmens. Hochtief konzentriert sich zunehmend auf margenstarke Aufgabenfelder in den Bereichen Energie und Digitalisierung. Neben dem klassischen Straßen- und Tiefbau rücken technologisch anspruchsvolle Vorhaben stärker in den Vordergrund.

Expansion in Zukunftsfeldern und Verkehrsnetzen

Der Neuerwerb soll das Segment für Stromübertragung gezielt voranbringen. Hochtief investiert damit direkt in europäische Hochwachstumsmärkte, um vom steigenden Bedarf an Stromnetzen zu profitieren.

Gleichzeitig bildet der traditionelle Verkehrswegebau weiterhin ein solides Fundament. Vor rund zwei Wochen sicherte sich die Konzerneinheit CPB Contractors die Auswahl für das Modernisierungsprojekt am Kwinana Freeway. Die Verknüpfung von Großinfrastruktur und Spezialtechnik verschafft den Essenern weltweit eine aussichtsreiche Ausgangslage bei Vergaben.

Rekordpolster sichert optimistische Jahresziele

Der anhaltende Auftragseingang schlägt sich bereits deutlich in den Geschäftszahlen nieder. Im ersten Halbjahr kletterte der operative Konzerngewinn um 35 Prozent auf 480 Millionen Euro. Das operative Geschäft profitierte dabei von einer robusten Projektabwicklung in den Kernregionen.

Gleichzeitig verzeichnete das Neugeschäft einen kräftigen Schub. Der Auftragseingang wuchs währungsbereinigt um 25 Prozent auf ein Volumen von 31,5 Milliarden Euro. Verantwortlich für das Plus waren vor allem internationale Vorhaben in der Energie- und Verkehrsinfrastruktur.

Für den Konzern bedeutet dieser Auftragszustrom eine hohe Planungssicherheit über mehrere Geschäftsjahre hinweg. Die Visibilität für Umsatz und Margenentwicklung bleibt damit auf einem beachtlichen Niveau.

Der gesamte Auftragsbestand summierte sich zur Jahresmitte auf den Rekordwert von 84,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 23 Prozent.

Aufgrund der gefüllten Auftragsbücher hatte Hochtief die Zielmarken für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

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