Hitachi Aktie: Partner planen modulare Rechenzentren
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 19:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der japanische Industriekonzern Hitachi treibt seine Ausrichtung auf die Energie- und IT-Infrastruktur für Künstliche Intelligenz voran.
Die Speicherlösungen erfüllen damit die Anforderungen für Strominfrastrukturen moderner KI-Rechenzentren. Marco Berardi von Hitachi Energy bezeichnete das System als eine der ersten qualifizierten Speicherlösungen innerhalb dieses Programms.
Die Aktie notiert im heutigen Handel mit einem leichten Minus von 0,8 Prozent bei 31,15 Euro. Damit hält sich das Papier weiterhin in Reichweite seines 52-Wochen-Hochs von 31,85 Euro.
Partnerschaften für den wachsenden Rechenzentrumsmarkt
Der Schritt knüpft an weitere strategische Weichenstellungen im Bereich der Datenverarbeitung an. Beide Partner unterzeichneten eine Absichtserklärung, um modulare Lösungen für Rechenzentren sowie ergänzende Energietechnik bereitzustellen.
Nach konzerneigenen Auswertungen wächst der Markt für modulare Rechenzentren mit einer Rate von rund 20 Prozent pro Jahr. Die Zusammenarbeit soll Betreibern durchgängige Versorgungskonzepte liefern, um die rasant steigende elektrische Last von Rechenanlagen zu bewältigen.
Der rasante Ausbau von KI-Anwendungen fordert bestehende Netze heraus. Hitachi profitiert hierbei von seiner Doppelrolle als Ausrüster für Übertragungsnetze und Anbieter industrieller Software. Neben Transformatoren und Umspannwerken gewinnen Großspeicher zur Lastglättung bei Serverzentren zunehmend an Bedeutung.
Zusätzliche Aufträge in Kernkraft und Bahntechnik
Parallel dazu erschließt sich Hitachi langfristige Erlöspotenziale in weiteren Geschäftsfeldern. Gestern unterzeichnete der Konzern in New York eine Absichtserklärung mit GE Vernova, Samsung C&T sowie SGE. Gegenstand der Partnerschaft ist der Bau kleiner modularer Reaktoren des Typs BWRX-300 in Mittel- und Osteuropa sowie in Großbritannien.
In Polen liegen bereits Genehmigungen für 26 Einheiten dieses Reaktortyps vor, wobei die erste Anlage für 2032 erwartet wird.
Auch im Transportsektor setzt das Unternehmen auf die Vernetzung von Hard- und Software.
Hitachi verzahnt damit sein traditionelles Industrie- und Transportgeschäft immer enger mit digitalen Steuerungsdiensten.
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