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Hercules Metals Aktie: Bohrung erweitert Southern Flats nach Westen

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 13:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

HER-26-01 lieferte 286,52 Meter mit 0,43 Prozent Kupfer; die Verbindung zum Leviathan-System bleibt eine unbestätigte Hypothese.

Hercules Metals erweitert Kupferfund in Idaho nach Westen
Weite, raue geologische Berglandschaft bei Sonnenuntergang als Symbol für Rohstoffexploration. Illustration mit AI erstellt.

Der kanadische Explorer Hercules Metals meldet neue Bohrerfolge auf seinem Porphyr-Kupferprojekt im US-Bundesstaat Idaho. Die Bohrung HER-26-01 weitete die Entdeckung Southern Flats deutlich nach Westen aus. Im europäischen Handel gab die Aktie am Donnerstag dennoch um 4,2 Prozent auf einen Schlusskurs von 0,7380 Euro nach.

Mächtiger Kupferabschnitt im Sommer-Bohrprogramm

Bohrloch HER-26-01 wurde als 200-Meter-Step-out westlich der bisherigen Entdeckungsbohrung angesetzt. Ab einer Tiefe von 862,58 Metern durchschnitt das Bohrgerät 286,52 Meter mit durchschnittlich 0,43 Prozent Kupfer, 158 ppm Molybdän, 4,0 Gramm Silber sowie 0,03 Gramm Gold je Tonne. Dies entspricht einem Kupferäquivalent von 0,58 Prozent.

Innerhalb dieser langen Passage stieß das Unternehmen auf einen höhergradigen Kern. Dieser Abschnitt umfasst 65,54 Meter ab 862,58 Metern Tiefe mit 0,61 Prozent Kupfer und einem Kupferäquivalent von 0,80 Prozent. Die Bohrung endete in einer geringergradigen späten Porphyrintrusion, wobei die Mineralisierung auf beiden Seiten interpretiert wird. Wahre Mächtigkeiten stehen gegenwärtig noch nicht fest.

Lückenschluss zum Leviathan-System im Fokus

Southern Flats stellt nach Leviathan den zweiten Porphyr-Zentrumfund auf dem Areal dar. Geologen untersuchen nun, ob beide Zonen zusammenhängen. Medienberichten zufolge gilt eine physische Verbindung über die rund einen Kilometer breite Lücke bislang als reine Arbeitshypothese.

Um diesen Abstand systematisch zu testen, arbeiten derzeit zwei Bohrgeräte an den Löchern HER-26-05 und HER-26-06. Die Ergebnisse für HER-26-04 stehen noch aus. Im Oktober sollen zwei weitere Geräte hinzukommen, um die Arbeiten zu beschleunigen.

Das Leviathan-System selbst ist über eine Streichlänge von mehr als 1,35 Kilometern, Breiten von bis zu 750 Metern und 500 Meter Tiefe verfolgt. Das Vorkommen bleibt in mehrere Richtungen offen. Großaktionär Barrick hält 10,3 Prozent an dem Explorationsunternehmen, das entlang des 73 Kilometer langen Olympus-Kupfergürtels rund 404,7 Quadratkilometer kontrolliert.

Zeitplan für die erste Ressourcenschätzung

Trotz der beachtlichen Abschnitte verfügt das Projekt bislang über keine definierte Mineralressource. Das Unternehmen arbeitet auf eine erste offizielle Schätzung hin. Bisher wurden etwa 30.000 Meter gebohrt, für 2027 sind 80.000 bis 100.000 Bohrmeter auf einem 200-Meter-Raster vorgesehen.

Vor rund einem Monat hatte das Unternehmen einen Führungswechsel vollzogen (seither -24,1 Prozent), bei dem George Ogilvie die Rolle des Präsidenten und CEO übernahm, während Gründer Chris Paul als Senior Vice President Exploration die geologische Leitung behielt.

Parallel dazu wurden Genehmigungen für Straßenzugänge beantragt, deren Erteilung für Ende 2026 oder Anfang 2027 angestrebt wird. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 205,74 Millionen Euro und gemeldeten Barmitteln von rund 3,2 Millionen kanadischen Dollar hängt der weitere Fortschritt maßgeblich von den ausstehenden Laborergebnissen und der künftigen Projektfinanzierung ab.

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