Hensoldt Aktie: Rheinmetall bremst Zahlenfeuerwerk
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 15:49 Uhr | Redaktion boerse-global.deStarke Zahlen, leicht angehobene Prognose, trotzdem Kursabschläge: Hensoldt kann sich heute der Branchenstimmung nicht entziehen. Die Gewinnwarnung von Rheinmetall belastet die Rüstungswerte und zieht auch den MDAX-Konzern ins Minus.
Die Aktie lag zwischenzeitlich im Plus, drehte dann aber ab. Am Mittag notierte sie bei rund 80,50 Euro, etwa ein Prozent tiefer. Fundamental gibt es dafür wenig Anlass.
Prognose leicht erhöht
Für 2026 peilt Hensoldt nun einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro an, bisher standen rund 2,75 Milliarden im Plan. Die bereinigte Ebitda-Marge soll bei etwa 19 Prozent liegen, zuvor hatte der Konzern 18,5 bis 19 Prozent in Aussicht gestellt. Beim Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz visiert das Management das obere Ende der Spanne von 1,5 bis 2,0 an.
Es sind kleine Schritte. Sie unterstreichen aber, dass die Planung offenbar mit Reserve gebaut war.
Aufträge füllen die Bücher
Nach neun Monaten wuchs der Umsatz um gut 21 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda legte um ein Drittel auf 281 Millionen Euro zu, die Marge stieg von 13,7 auf 15,1 Prozent.
Noch eindrucksvoller fällt der Auftragseingang aus: ein Plus von fast 77 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte damit zum Quartalsende einen Rekordwert von 10,36 Milliarden Euro.
Konzernchef Oliver Dörre verweist auf die dauerhaft hohen Verteidigungsausgaben in Deutschland und Europa. Sie schlügen sich zunehmend im Umsatz nieder. Getrieben wurde das Wachstum im Sensorgeschäft vor allem vom Eurofighter-Programm, in der Optronik von Großaufträgen für die Panzer Schakal und Puma.
Analysten sehen Spielraum
Bei den Marktbeobachtern kommen die Zahlen gut an. JPMorgan-Analyst David Perry hebt hervor, dass Umsatz und operatives Ergebnis besser ausfielen als erwartet. Jefferies-Experte Ben Brown nennt das operative Ergebnis beeindruckend stark, es habe die Konsensschätzungen weit übertroffen.
Das erhöhte Umsatzziel hält Brown weiterhin für konservativ. Im Schlussquartal traut er Hensoldt mehr Wachstum zu, als der Ausblick andeutet. Rechnerisch bleibt damit Luft nach oben: Die ersten neun Monate lagen bei 1,86 Milliarden Euro, das Jahresziel bei rund 2,8 Milliarden Euro verlangt für das vierte Quartal also einen deutlich stärkeren Umsatz als in den Vorquartalen.
Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 5. November liefert die Antwort:
Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
