Hensoldt, Aktie

Hensoldt Aktie: Kartellamt genehmigt EloKa-Gemeinschaftsunternehmen

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 21:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Bank of America hebt ihr Kursziel auf 94 Euro an; Hensoldt erhält zudem eine Kartellfreigabe für ein Bundeswehr-Gemeinschaftsprojekt.

Flatlay mit Hensoldt AG Aktienzertifikat, Optiklinsen, Sensormodul und DAX-Index-Karte
Hensoldt AG Aktienzertifikat ISIN DE000HAG0005 mit Optronik Komponenten und DAX Karte im Flatlay Illustration mit AI erstellt.

Die US-Großbank Bank of America setzt verstärkt auf Hensoldt. Am heutigen Donnerstag hob das Institut das Kursziel für den Rüstungselektronik-Konzern auf 94 Euro an. Zugleich bekräftigten die Experten ihre Kaufempfehlung und nahmen den Titel in ihre Auswahlliste der besten europäischen Nebenwerte auf. An der Börse reagierte das Papier positiv auf die Hochstufung. Die Aktie legte heute um 1,3 Prozent auf 77,20 Euro zu.

Kontrastierende Stimmen am Markt

Mit der optimistischen Einschätzung setzt die Bank of America einen klaren Gegenpol zu vorsichtigeren Stimmen. Vor rund zwei Wochen bekräftigte das Analysehaus mwb research eine Verkaufsempfehlung für das Papier. Die dortigen Experten begründeten ihre Skepsis mit dem gestiegenen Anteil des Geschäfts mit gepanzerten Fahrzeugen. Zudem sahen sie Risiken für die längerfristige Umsatzentwicklung.

Genehmigung für wichtiges Bundeswehr-Projekt

Parallel dazu treibt das Unternehmen seine strategische Aufstellung voran. Am Montag erteilte das Bundeskartellamt die Freigabe für ein Gemeinschaftsunternehmen im Bereich der elektronischen Kampfführung.

An dem Vorhaben sind neben Hensoldt Sensors auch Rohde & Schwarz, PLATH sowie General Dynamics European Land Systems-Bridge Systems beteiligt. Die kartellrechtliche Genehmigung schafft die Grundlage, um gemeinsam ein Angebot für ein anstehendes Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr abzugeben.

Zusätzliche Aufträge stützen die operative Entwicklung. Am 9. September unterzeichnete Hensoldt mit den Streitkräften einen Entwicklungsvertrag für das Einsatzunterstützungssystem Optarion. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf 15 Millionen Euro.

Standorterweiterung und anstehende Geschäftszahlen

Auf politischer Ebene sicherte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Montag zusätzliche Unterstützung des Freistaats zu. Bei einem Gespräch ging es um den Ausbau des regionalen Technologie-Ökosystems, stabile Lieferketten und Fachkräfte.

Auch infrastrukturell stellt der Konzern die Weichen auf Wachstum. Am 18. September feierte Hensoldt Richtfest für den neuen Firmensitz in Taufkirchen, der bis Ende 2027 Platz für 400 Beschäftigte bieten soll.

Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie weiterhin 34 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ob die Zuversicht der Analysten die Notierung nachhaltig stabilisieren kann, müssen die kommenden Geschäftszahlen zeigen. Am 5. November legt Hensoldt seine Mitteilung für die ersten neun Monate vor.

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