Hellofresh Aktie: Barclays senkt Kursziel auf 3,10 Euro
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 19:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Kochboxen-Anbieter HelloFresh sieht sich nach der Vorlage seiner Ergebnisse für das zweite Quartal mit verstärktem Gegenwind konfrontiert. Während das Unternehmen seine Jahresziele für das bereinigte operative Ergebnis bekräftigt, reagierten Analysten mit deutlichen Kurszielanpassungen auf den anhaltenden Rückgang des Umsatzes und der Bestelldaten.
Operative Herausforderungen im zweiten Quartal
Medienberichten zufolge belief sich der Konzernumsatz im zweiten Quartal auf etwa 1,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem währungsbereinigten Rückgang von rund 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders die rückläufige Zahl der Bestellungen belastete das operative Geschäft: Diese sanken um etwa 14 Prozent auf rund 22 Millionen. Ein stabilisierender Faktor war der durchschnittliche Bestellwert, der sich währungsbereinigt um 6,5 Prozent auf etwa 71 Euro erhöhte.
Das bereinigte EBITDA (AEBITDA) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von rund 158,5 Millionen Euro auf 120,6 Millionen Euro. Trotz dieser Entwicklung hält HelloFresh an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Das Unternehmen erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen drei und sechs Prozent bei einem bereinigten EBITDA in einer Spanne von 375 bis 425 Millionen Euro.
Analysten stufen Aktie herab
Die Marktreaktion auf die Geschäftsentwicklung spiegelte sich in mehreren negativen Analystenvoten wider. Am 14. August senkte Barclays das Kursziel für HelloFresh von 4,40 Euro auf 3,10 Euro und stufte das Papier auf Underweight herab. Zeitgleich reduzierten auch die Analysten von UBS auf 3,60 Euro und jene von Stifel auf 3,00 Euro ihre Erwartungen deutlich.
Zusätzliche Verunsicherung löste eine Insider-Transaktion aus. Eine entsprechende Pflichtmitteilung zeigt, dass Vorstandsmitglied Fabien Jacques Jérôme Simon am 13. August ein Aktienpaket von 50.058 Stück zu einem Preis von 3,45 Euro veräußerte.
Inmitten dieser operativen Umbauphase sicherte sich das Unternehmen bereits am 1. Juli durch die Platzierung einer Unternehmensanleihe frisches Kapital. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 350 Millionen Euro, eine Laufzeit bis Juli 2031 und ist mit einem Kupon von 5,5 Prozent ausgestattet.
Historische Tiefststände belasten die Bewertung
An der Börse wird die Fortsetzung des Abwärtstrends mit Sorge betrachtet. Die Aktie notiert aktuell bei 2,86 Euro und damit lediglich 3,3 Prozent über ihrem heute markierten 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust für die Anleger inzwischen auf 54 Prozent.
Der Fokus des Marktes liegt nun darauf, ob HelloFresh durch Effizienzsteigerungen und den Fokus auf den durchschnittlichen Warenkorbwert den Umsatz-Turnaround in der zweiten Jahreshälfte einleiten kann. Dennoch bleibt die Skepsis der Analysehäuser aufgrund der sinkenden Nutzeraktivität und des schwierigen Marktumfelds für Lieferdienste vorerst bestehen.
Hellofresh-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hellofresh-Analyse vom 27. August liefert die Antwort:
Die neusten Hellofresh-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hellofresh-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hellofresh: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
