Hellenic Telecom: Barclays stuft auf Underweight ab
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 10:57 Uhr | Redaktion boerse-global.deHellenic Telecom Org. (OTE) hat am Montag weitere Aktienrückkäufe gemeldet. Vor den angekündigten Quartalszahlen stehen damit Käufe eigener Aktien deutlich unterschiedlichen Analystenurteilen gegenüber. Die heutige Tagesveränderung von -3,1% unterstreicht die schwache Kursentwicklung. Ein konkreter unternehmensspezifischer Auslöser für diesen Rückgang ist nicht belegt.
Weitere Rückkäufe vor der Ergebnisvorlage
OTE kaufte in der vergangenen Woche im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2026 insgesamt 154.892 eigene Aktien. Dafür zahlte das Unternehmen laut seiner Mitteilung 2.991.757,14 Euro. Die Käufe sind damit abgeschlossen und keine bloße Ankündigung.
Das Programm bildet einen konkreten Gegenpol zur vorsichtigen Bewertung der Aktie durch einen Teil der Analysten. Es beantwortet allerdings nicht die Frage, wie sich das operative Geschäft entwickelt hat. Dafür ist die bevorstehende Ergebnisveröffentlichung der nächste angekündigte Termin.
Nach den Käufen hielt OTE 5.595.022 eigene Aktien. Das entsprach 1,420 % der ausstehenden Aktien. Bereits am 19. Oktober hatte das Unternehmen über eine weitere abgeschlossene Rückkaufrunde berichtet.
Die Rückkäufe dokumentieren somit die Fortsetzung des Programms. Aus ihnen lässt sich jedoch weder eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung noch eine unmittelbare Stützung des Aktienkurses ableiten.
Analysten bewerten die Risiken unterschiedlich
Barclays stufte OTE am 20. Oktober von „Overweight“ auf „Underweight“ herab. Zugleich senkte das Analysehaus das Kursziel von EUR 20 auf EUR 18.
Zur Begründung verwies Barclays auf branchenweite Technologierisiken durch Satellitenangebote und agentische KI. Diese könnten nach Einschätzung des Hauses die Zahlungsströme von Telekomunternehmen bedrohen. Die Argumentation betrifft damit mögliche strukturelle Belastungen der Branche und keine von OTE gemeldete operative Verschlechterung.
Die Optima Bank hatte die Analyseabdeckung am 13. Oktober dagegen mit „Buy“ und einem Kursziel von 22,50 Euro wieder aufgenommen. Die beiden datierten Einschätzungen zeigen eine erhebliche Spannweite bei der Bewertung.
Für Anleger liegt der Unterschied nicht nur in den Kurszielen. Barclays stellt mögliche technologische Risiken in den Vordergrund. Eine entsprechende Begründung für das positive Urteil der Optima Bank lässt sich daraus nicht ableiten.
Ergebnisse liefern den nächsten Prüfstein
OTE hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 30. Oktober 2026 vor Börsenöffnung in Athen angekündigt. Die Telefonkonferenz soll am selben Tag um 13:00 Uhr Athener Zeit stattfinden.
Damit rückt die Geschäftsentwicklung als nächster Prüfstein in den Mittelpunkt. Die Rückkäufe sind vollzogen, die Analystenurteile ausgesprochen. Die angekündigten Ergebnisse können Anlegern eine Grundlage geben, um die operative Lage neben den branchenweiten Risikoszenarien zu beurteilen.
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