Hella, Aktie

Hella Aktie: Lichtgeschäft reißt Ergebnis

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 18:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Forvia Hella verzeichnet Gewinnrückgang im ersten Halbjahr 2026, während die Elektroniksparte wächst und das Lichtgeschäft schwächelt.

Forvia Hella: Lichtsparte belastet Halbjahresergebnis deutlich
Moderne automatisierte Fertigungsanlage für Fahrzeugbeleuchtung in einer Industriehalle mit atmosphärischer Beleuchtung Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bei Forvia Hella zeigt sich im ersten Halbjahr ein vertrautes Bild: Die Elektroniksparte wächst kräftig, das Lichtgeschäft bricht ein. Unterm Strich verdient der Autozulieferer spürbar weniger als vor einem Jahr — die Kursreaktion blieb dennoch verhalten.

Der währungsbereinigte Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 4,04 Milliarden Euro. Negative Wechselkurseffekte drückten den berichteten Konzernumsatz jedoch auf 3,972 Milliarden Euro, praktisch auf Vorjahresniveau. Das Operating Income sank auf 214 Millionen Euro von 237 Millionen Euro, die Marge rutschte von 6,0 auf 5,4 Prozent. Auch der Netto-Cashflow gab nach — nach einem schwachen ersten Quartal liegt er nun bei 66 Millionen Euro, deutlich unter den 114 Millionen Euro des Vorjahres.

Elektronik zieht, Licht bremst

Die Business Group Elektronik lieferte mit einem Umsatzplus von 4,0 Prozent auf 1,799 Milliarden Euro und einer auf 8,0 Prozent gestiegenen Marge erneut den Wachstumsmotor — getragen von Radarsensorik und Energiemanagement. Lifecycle Solutions legte ebenfalls zu, der Umsatz kletterte auf 521 Millionen Euro bei einer Marge von 12,4 Prozent.

Das Lichtgeschäft dagegen bleibt die Problemzone. Der Umsatz fiel um 5,3 Prozent auf 1,765 Milliarden Euro, die Marge brach von 3,4 auf 0,4 Prozent ein. Auslaufende Serienprojekte und geringere Abrufzahlen bei bestehenden Kundenprogrammen belasteten das Segment außerhalb Asiens, wo sich das Geschäft stabil hielt.

Ausblick bleibt unverändert

Trotz der schwächeren Halbjahreszahlen bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose vom März. Für 2026 rechnet der Vorstand weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatz zwischen 7,4 und 7,9 Milliarden Euro sowie einer Operating-Income-Marge zwischen 5,4 und 6,0 Prozent. Beim Netto-Cashflow im Verhältnis zum Umsatz peilt Hella mindestens 1,8 Prozent an.

CEO Peter Laier verwies auf ein anspruchsvolles Marktumfeld und rechnet mit einem weiter sinkenden globalen Fahrzeugausstoß in der zweiten Jahreshälfte. Der Turnaround im Lichtgeschäft soll dennoch beschleunigt werden — erste Effekte beim Auftragseingang seien bereits sichtbar, Wirkung auf die Profitabilität erwartet das Management noch in diesem Jahr.

Die Aktie reagierte auf die Zahlen kaum. Im nachbörslichen Handel notierte sie zeitweise nur leicht schwächer bei 71,50 Euro — ein Zeichen dafür, dass der Markt die Entwicklung bereits eingepreist hatte.

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