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HCA Healthcare Aktie: Quartal trotz Gegenwind besser

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 12:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Umsätze und bereinigte Gewinne übertrafen Analystenschätzungen; der Verlust an Versicherungsschutz belastete HCA mit rund 400 Millionen Dollar.
HCA, Healthcare, Aktie, Gegenwind, Höhere, Umsätze, Gewinne, Analystenschätzungen;, Verlust, Versicherungsschutz Illustration mit AI erstellt.

HCA Healthcare hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen, obwohl sich die Patientenstruktur spürbar verschlechtert hat. Verlorener Versicherungsschutz an den Krankenversicherungsbörsen kostete den Klinikbetreiber rund 400 Millionen Dollar vor Steuern. Die Aktie legte nach der Zahlenvorlage zeitweise um 4,4 Prozent zu.

Zahlen über den Erwartungen

Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 19,85 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit etwa 19,33 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 7,22 Dollar, erwartet waren 6,65 Dollar.

Der Nettogewinn sank dagegen um 3,9 Prozent auf 1,579 Milliarden Dollar. Je Aktie ergibt sich wegen der geringeren Aktienzahl dennoch ein Plus auf 7,27 Dollar, nach 6,96 Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 3,918 Milliarden Dollar.

Mehr Patienten, weniger Operationen

Die Auslastung zog an. Die Zahl der Aufnahmen in vergleichbaren Häusern stieg um 2,7 Prozent, Notaufnahmebesuche legten um 5,1 Prozent zu. Bei Operationen zeigt sich ein anderes Bild: Stationäre Eingriffe gingen um 1,4 Prozent zurück, ambulante sogar um 3,7 Prozent.

Das Management verweist auf Fortschritte in Kernbereichen. Das Wachstum bei den Behandlungsfällen beschleunigte sich, die Kosten entwickelten sich besser, und der Nutzen aus den Medicaid-Zusatzzahlungsprogrammen stieg leicht. Der Konzern führt den Gegenwind auf bundespolitische Änderungen zurück. Konzernchef Sam Hazen zeigte sich überzeugt, das Unternehmen sei für einen positiven Jahresabschluss gut aufgestellt.

Prognose und Kapitalrückführung

Beim Ausblick wird HCA konkreter. Das Betriebsergebnis soll 2026 in der oberen Hälfte der im Juli gesetzten Spannen landen. Die Umsatzprognose bleibt bei 77,0 bis 79,5 Milliarden Dollar, das bereinigte EBITDA soll 15,4 bis 16,1 Milliarden Dollar erreichen.

Aktionäre profitieren weiter von hohen Rückflüssen. Im Quartal kaufte HCA 7,23 Millionen eigene Aktien für knapp 3 Milliarden Dollar zurück, die Ermächtigung bietet noch Spielraum von 4,24 Milliarden Dollar. Der Vorstand hat eine Quartalsdividende von 0,78 Dollar je Aktie beschlossen. Sie wird am 29. Dezember an Aktionäre ausgezahlt, die am 15. Dezember im Register stehen.

Die Verschuldung bleibt hoch: Die Gesamtschulden lagen Ende September bei gut 50 Milliarden Dollar. Das Unternehmen betreibt 189 Krankenhäuser und rund 2.600 ambulante Einrichtungen. Ob der Anteil Unversicherter weiter steigt, entscheidet maßgeblich darüber, ob HCA die obere Hälfte der Prognosespannen tatsächlich erreicht.

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