Fuller, Aktie

HB Fuller Aktie: Direktoren kaufen nach

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 18:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Drei Direktoren investierten knapp 300.000 Dollar; der Quartalsgewinn übertraf die Erwartung, der Umsatz blieb darunter.

HB Fuller: Drei Verwaltungsräte kaufen Aktien nahe dem Jahrestief
Abstrakte Darstellung einer professionellen Börsenstimmung mit Fokus auf strategisches Wachstum und Vertrauen. Illustration mit AI erstellt.

Gleich drei Verwaltungsratsmitglieder von HB Fuller haben in dieser Woche privat Aktien gekauft. Die Käufe fallen in eine Phase, in der das Papier nahe seinem Jahrestief notiert. Zusammen investierten die Direktoren knapp 300.000 Dollar.

Drei Käufe in zwei Tagen

Thomas Handley erwarb am 28. September 2.000 Aktien zu je 49,41 Dollar, insgesamt 98.820 Dollar. Die Anteile hält er indirekt über einen Trust. Am selben Tag griff Daniel Florness zu: 2.030 Aktien zu 49,34 Dollar, Gesamtwert 100.160 Dollar.

Charles Lauber folgte am 29. September mit 2.005 Aktien zu durchschnittlich 49,87 Dollar, zusammen knapp 100.000 Dollar. Alle drei Käufe liegen in einer engen Preisspanne um die 49-Dollar-Marke.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 49 Dollar und damit nur wenig über dem Jahrestief von 46,70 Dollar. Marktbeobachter werten Insiderkäufe in solchen Phasen oft als Zeichen, dass die Führung den Kurs für zu niedrig hält. Sicher ist das nicht, die Motive der Direktoren bleiben offen.

Zahlen mit zwei Gesichtern

Den Hintergrund liefern die jüngsten Quartalszahlen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,52 Dollar über den erwarteten 1,47 Dollar. Der Umsatz von 938 Millionen Dollar verfehlte dagegen die Prognose von rund 948 Millionen Dollar.

Zusätzlich belastet die vorsichtige Einschätzung zur kurzfristigen Nachfrage. Baird senkte daraufhin das Kursziel von 75 auf 65 Dollar, blieb aber bei "Outperform". Analyst Ghansham Panjabi legt das 13-Fache seiner Gewinnschätzung von 5,20 Dollar je Aktie für das Geschäftsjahr 2027 zugrunde.

Das Kursziel liegt damit weiterhin deutlich über dem aktuellen Niveau. Ein Polster für die Bewertung bietet zudem die Dividendenhistorie: Das Unternehmen hebt die Ausschüttung seit 33 Jahren in Folge an. Hinzu kommen laufende Aktienrückkäufe.

Die Direktoren halten ihre Beteiligung langfristig. Florness führt zusätzlich gut 33.600 Aktienbezugseinheiten, Handley sogar über 82.000. Diese wandeln sich erst bei Ausscheiden oder anderen im Plan festgelegten Ereignissen in Aktien um. Die neuen Käufe kommen also zu erheblichen bestehenden Positionen hinzu. Nach den Baird-Annahmen bleibt die Gewinnentwicklung im Geschäftsjahr 2027 der Maßstab für das Kursziel von 65 Dollar.

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