Hang Seng: Ölpreis bremst den Widerstand
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 09:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Steigende Ölpreise haben am Montag die asiatischen Börsen unter Druck gesetzt – der Hang-Seng-Index konnte sich diesem Trend jedoch entgegenstellen und legte um 0,7 Prozent zu.
Auslöser der angespannten Stimmung: US-Präsident Donald Trump lehnte einen neuen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus ab, einem zentralen Nadelöhr des globalen Ölhandels. Die Folge waren steigende Ölpreise und neu aufgeflammte Inflationssorgen, die auch die Anleiherenditen in den USA wieder anzogen.
Während der japanische Nikkei 225 um 0,7 Prozent nachgab und der südkoreanische Kospi sogar 2,7 Prozent verlor, hielt sich Hongkong vergleichsweise robust. Der chinesische Festland-Index CSI 300 büßte dagegen 2,6 Prozent ein – ein deutliches Gefälle innerhalb der Region, das zeigt: Hongkongs Börse tickt derzeit unabhängiger vom Festland-Sentiment als üblich.
Charttechnik zeigt Pattstellung
Unterhalb der Marke von 24.800 Punkten bleibt der Index in einer angespannten Lage. Diese Zone markiert eine Bündelung aus gleitenden Durchschnitten und der Ichimoku-Cloud-Basis auf dem 5-Stunden-Chart – ein Widerstand, der bislang nicht überwunden wurde. Der übergeordnete kurzfristige Trend bleibt abwärtsgerichtet, ein absteigender Kanal ist weiterhin intakt.
Allerdings gibt es Hoffnungsschimmer für Bullen: Bei 24.268 Punkten wurde die jüngste Tiefstmarke verteidigt, unterstützt von einer bullischen MACD-Divergenz. Ein höheres Tief zeichnet sich ab, auch wenn die Bestätigung noch fehlt. Zwischen 24.400 und 24.700 Punkten herrscht laut charttechnischer Einschätzung eine Zone der Unentschlossenheit – hier dominiert eher Seitwärtsbewegung als klare Richtung.
Ein Ausbruch über 25.000 Punkte würde das kurzfristige Bild kippen und Ziele bei 25.320 und darüber eröffnen. Scheitert der Index dagegen an der 24.800er-Marke erneut, rücken 24.268 und darunter 24.000 Punkte als nächste Auffangzonen in den Blick.
Für die kommenden Handelstage bleibt die Ölpreisentwicklung der entscheidende Taktgeber. Hält der Konflikt um die Straße von Hormus an, dürfte die Volatilität an den asiatischen Börsen hoch bleiben – für den Hang Seng entscheidet sich an der 24.800-Marke, ob die aktuelle Stärke gegenüber dem Festland-Index Bestand hat.
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