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Hamborner REIT Aktie: Berenberg setzt Kursziel auf 7,00 Euro

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 04:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hamborner REIT meldet für das erste Halbjahr einen Fehlbetrag von 13,7 Mio. Euro, hält aber an der Jahresprognose fest. Das Portfolio wird zunehmend auf Nahversorgung ausgerichtet.

Hamborner REIT: Halbjahresverlust, aber Prognose für 2026 bleibt bestehen
Moderne Büroarchitektur vor blauem Himmel als Symbol für den Immobilienmarkt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Hamborner REIT hält trotz eines deutlichen Fehlbetrags in den ersten sechs Monaten an seinen Zielen für das Gesamtjahr 2026 fest. Wie das Unternehmen am 4. August mitteilte, verzeichnete der Konzern im ersten Halbjahr einen Periodenfehlbetrag von 13,7 Millionen Euro.

Im Vorjahreszeitraum hatte der Immobilienspezialist noch einen Gewinn von 6,5 Millionen Euro ausgewiesen. Ursächlich für die aktuelle Entwicklung sind Medienberichten zufolge vor allem gestiegene Abschreibungen auf das Immobilienportfolio.

Rückgang bei Mieterträgen und operativen Kennzahlen

Die operative Entwicklung zeigte sich in der ersten Jahreshälfte gedämpft. Die Miet- und Pachterlöse sanken laut dpa-AFX auf 45,1 Millionen Euro. Auch die für Immobilienunternehmen wesentliche Kennzahl Funds from Operations (FFO) war rückläufig und gab um 4,4 Prozent auf 23,8 Millionen Euro nach.

Trotz dieser Einbußen bestätigte das Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr, da die operative Basis des Portfolios als weiterhin solide eingeschätzt wird.

Am vergangenen Dienstag berichtete das Management im Rahmen eines Earnings Calls zudem über eine stabile Vermietungsquote. Ein wichtiger Indikator für die Substanz des Portfolios bleibt das Mietwachstum auf vergleichbarer Fläche (Like-for-like), das sich im Berichtszeitraum auf 1,7 Prozent belief. Diese Steigerung unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, auch in einem herausfordernden Marktumfeld organische Zuwächse zu generieren.

Fokus auf Nahversorgung und strategische Verkäufe

Hamborner REIT setzt bei seiner künftigen Strategie verstärkt auf eine Portfoliorotation. Der Schwerpunkt liegt dabei auf renditestarken Objekten aus den Bereichen Nahversorgung und Baumärkte, die als weniger konjunkturanfällig gelten.

In diesem Zusammenhang wurde bereits am 4. August der Verkauf einer Büroimmobilie in Neu-Isenburg bekannt gegeben. Der Verkaufspreis für das Objekt beläuft sich auf 13,5 Millionen Euro. Der rechtliche Übergang wird für das dritte Quartal des laufenden Jahres erwartet.

Der Nettovermögenswert (EPRA NAV) je Aktie wurde zum Ende des ersten Halbjahres mit 8,72 Euro beziffert. Dies stellt einen Rückgang im Vergleich zum Stand am Ende des Vorjahres dar. Dennoch liegt dieser bilanzielle Substanzwert weiterhin deutlich über dem aktuellen Börsenkurs der Aktie, die am Freitag bei 4,38 Euro schloss.

Solide Finanzbasis und positive Analystenstimmen

Die finanzielle Stabilität des Unternehmens bleibt trotz der Portfolioanpassungen gewahrt. Die REIT-Eigenkapitalquote lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 53,9 Prozent. Der Verschuldungsgrad, ausgedrückt durch den Loan-to-Value (LTV), stieg nur leicht auf 45,2 Prozent an. Gestern signalisierte zudem eine Auswertung von Markttrends eine Verbesserung der relativen Stärke des Titels innerhalb seines Sektors.

Auch von Analystenseite erhält der Wert Zuspruch. Die Investmentbank Berenberg beließ ihre Einstufung für Hamborner REIT am 4. August auf „Buy“ und nannte ein Kursziel von 7,00 Euro. Marktbeobachter bewerten den Übergang vom Vorjahresgewinn zum aktuellen Verlust zwar als kurzfristigen Belastungsfaktor, sehen jedoch in der klaren Ausrichtung auf versorgungsrelevante Handelsimmobilien eine langfristige Stütze für die Bewertung.

Anleger blicken nun auf den 10. November. An diesem Tag plant das Unternehmen die Veröffentlichung der Mitteilung zum dritten Quartal. Das Papier notiert aktuell mit einem Abstand von 2,7 Prozent nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 4,27 Euro.

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