Halozyme, Therapeutics

Halozyme Therapeutics Aktie: Medicare-Regel ohne Folgen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 16:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Halozyme rechnet bis mindestens 2035 mit höchstens geringen Folgen der CMS-Vorgaben und erhöht nach dem Quartalswachstum seine Jahresziele.
Abstrakte Darstellung eines modernen pharmazeutischen Labors mit Fokus auf medizinische Forschung und klinische Ausrüstung. Illustration mit AI erstellt.

Die Preisverhandlungen der US-Medicare-Behörde gelten als eines der größten Risiken für Pharmawerte. Halozyme gibt nun Entwarnung: Das Unternehmen erwartet aus der finalen Regel für das Verhandlungsprogramm null bis minimale Auswirkungen auf seine Lizenzeinnahmen, und zwar bis mindestens 2035.

Analyse der CMS-Regel

Die US-Behörde CMS hatte die finale Regel am 5. November veröffentlicht. Halozyme stützt seine Einschätzung auf deren Inhalt und den gesetzlichen Rahmen des One Big Beautiful Bill Act. Die Regel bestätigt demnach, dass die Schutzbestimmungen für Orphan Drugs weiter gelten. Sie behandelt zudem, wie sich der Markteintritt von Biosimilars auf die Programmzulassung auswirkt.

Auch das Neugeschäft sieht Konzernchefin Helen Torley nicht gefährdet. Neue ENHANZE-Partnerschaften seien nicht betroffen, da bessere Patientenerfahrung und Wettbewerbsdifferenzierung die Hauptgründe für den Einsatz der Technologie blieben. Ein Vorbehalt bleibt: Spätere, abweichende CMS-Vorgaben könnten die Rechnung verändern.

Starke Zahlen im Rücken

Die Mitteilung kommt kurz nach dem dritten Quartal. Der Umsatz stieg um 39 Prozent auf 493 Millionen Dollar, die Lizenzerlöse legten um 44 Prozent auf 341 Millionen Dollar zu. Treiber waren vor allem VYVGART Hytrulo von argenx, DARZALEX SC von Janssen und Phesgo von Roche.

Das Management hob daraufhin die Jahresziele an. Der Umsatz soll 2026 zwischen 1,860 und 1,925 Milliarden Dollar liegen, die Lizenzerlöse zwischen 1,235 und 1,255 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie peilt Halozyme bei 8,75 bis 9,05 Dollar an.

Hinzu kommt eine frische Zulassung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte im beschleunigten Verfahren RYBREVANT FASPRO von Johnson & Johnson, co-formuliert mit ENHANZE, für fortgeschrittenen Kopf-Hals-Krebs nach Platinchemotherapie und PD-(L)1-Antikörper. Es ist die erste Zulassung einer dual zielgerichteten Therapie in dieser Situation. Sie erweitert die Reichweite des Präparats über Lungenkrebs hinaus und kann damit weitere Lizenzeinnahmen speisen.

Patentstreit mit Merck

Im Oktober verbot ein niederländisches Patentgericht Merck den Vertrieb von Keytruda Qlex in mehreren europäischen Märkten, weil es ein MDASE-Patent von Halozyme verletze. Das Gericht wies Mercks Einwände gegen die Gültigkeit des Patents zurück.

Finanziell steht Halozyme gut da. Eine Wandelanleihe über 1,5 Milliarden Dollar stärkte die Liquidität, 400 Millionen Dollar flossen 2026 in Aktienrückkäufe. Die älteren Anleihen von 2027 und 2028 will das Unternehmen bei Fälligkeit tilgen.

Anzeige

Halozyme Therapeutics-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Halozyme Therapeutics-Analyse vom 6. November liefert die Antwort:

Die neusten Halozyme Therapeutics-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Halozyme Therapeutics-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Halozyme Therapeutics: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | US40637H1095 | HALOZYME | boerse | 70470749 |