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Guggenheim Fund Aktie: Tiefster Stand seit 2009

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 19:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach Vorwürfen eines Leerverkäufer-Newsletters fällt der Fonds auf den tiefsten Stand seit 2009. Anleger sehen sich mit Ausschüttungsfragen und Ermittlungen konfrontiert.

Guggenheim Strategic Opportunities: Tiefster Kurs seit 17 Jahren nach Shortseller-Bericht
Ein leerer, professioneller Arbeitsplatz in einem modernen Büro mit gedimmter Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Newsletter-Beitrag genügte, um den Guggenheim Strategic Opportunities Fund ins Wanken zu bringen. Die Anteile des geschlossenen Fonds fielen am Freitag auf den niedrigsten Stand seit über 17 Jahren — Auslöser waren Vorwürfe eines Short-Sellers, die tags zuvor die Runde machten.

Die Aktie notierte zuletzt bei 9,07 Dollar, ein Minus von 3,7 Prozent und der schwächste Kurs seit März 2009. Bereits am Donnerstag war das Papier bei Rekordvolumen um mehr als 6 Prozent eingebrochen. Der Fonds handelt damit inzwischen mit einem Abschlag von 8,7 Prozent auf seinen Nettoinventarwert von 10,32 Dollar.

Vorwürfe zur Ausschüttungspraxis

Auslöser der Turbulenzen ist ein Beitrag des auf Leerverkäufe spezialisierten Newsletters The Bear Cave, der zu Hunterbrook Media gehört. Die Publikation wirft dem Fonds vor, Ausschüttungen an Anteilseigner durch den Verkauf neuer Aktien zu einem Aufschlag auf den Nettoinventarwert zu finanzieren.

Offen bleibt laut dem Newsletter, wie tragfähig dieses Modell künftig ist. Der Fonds hält als größte Positionen hypothekenbesicherte Wertpapiere und andere festverzinsliche Anlagen.

Guggenheim Partners äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Auch Hunterbrook reagierte nicht auf Anfragen. Nach eigenen Angaben hält die Investmentsparte Hunterbrook Capital keine Positionen im Zusammenhang mit dem Fonds.

Die Situation trifft Guggenheim Partners zu einem heiklen Zeitpunkt. Berichten zufolge prüfen US-Bundesstaatsanwaltschaft und die SEC bereits das Firmengeflecht von Konzernchef Mark Walter — es geht um mögliche Verschleierung finanzieller Verbindungen bei Milliardenkrediten von Versicherern, die Walter kontrolliert.

Erst am Dienstag hatte seine Holding TWG Global angekündigt, verbundene Investments seiner Versicherung Delaware Life im Volumen von bis zu 6,5 Milliarden Dollar gegen unabhängig eingestufte Vermögenswerte zu tauschen.

Für Anteilseigner des Fonds bündeln sich damit zwei Baustellen: die konkreten Vorwürfe zur Ausschüttungspraxis und die laufenden Ermittlungen gegen die Konzernspitze. Wie Guggenheim Partners auf die Bear-Cave-Vorwürfe reagiert, ist bislang offen.

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