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GSK Pharma Aktie: 1,9 Milliarden Pfund Einsparungen bis 2029

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 04:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

GSK kündigt umfangreiches Sparpaket an und übertrifft Erwartungen im Quartal. Hohe Abschreibungen belasten das Ergebnis, Aktionäre erhalten weiterhin Dividende.

GSK Pharma: Milliarden-Sparprogramm und starke Quartalszahlen im Fokus
Abstraktes, modernes Pharma-Labor in kühlem Licht als Symbol für Effizienz und medizinischen Fortschritt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

GSK Pharma steht vor einem radikalen Umbruch. Mit einem milliardenschweren Sparprogramm will Konzernchef Luke Miels den Pharmariesen wetterfest machen. Der Grund: Wichtige Patente laufen bald aus.

Milliardenschwerer Sparkurs eingeleitet

Die Initiative „Accelerate Growth“ soll bis 2029 jährlich etwa 1,9 Milliarden Pfund einsparen. Das entspricht rund 2,5 Milliarden Dollar. Die Umsetzung kostet jedoch erst einmal Geld.

Bis zu 2,4 Milliarden Pfund veranschlagt das Management für den Umbau. Der Großteil dieser Kosten fällt in den Jahren 2026 und 2027 an. Die Einsparungen sind notwendig, um die Profitabilität langfristig zu sichern.

Das gesparte Kapital fließt direkt in die Forschung. Miels erhöht das Tempo massiv. Im Jahr 2026 will GSK mehr als 20 klinische Studien der Phase III starten. Bisher lag das Ziel bei nur zehn dieser entscheidenden Tests.

Starke Quartalszahlen trotz hoher Abschreibung

Die aktuellen Geschäftszahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz stieg auf 8,41 Milliarden Pfund und lag damit über den Erwartungen. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 50,5 Pence die Schätzungen.

Starkes Wachstum bei Impfstoffen und Spezialmedikamenten trieb das operative Geschäft an. Unterm Strich belastete jedoch eine hohe Abschreibung das Ergebnis. Rund 1,3 Milliarden Pfund musste GSK auf das Medikament Camlipixant abschreiben.

Dennoch erhalten Aktionäre eine Quartalsdividende von 17 Pence. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Pfund ist inzwischen abgeschlossen. Das Management setzt nun auf neue Medikamente gegen HIV.

Abwehrkampf gegen Generika

Das Kerngeschäft mit HIV-Medikamenten bereitet Anlegern Sorgen. Zwischen 2028 und 2030 verliert das wichtige Präparat Dolutegravir seinen Patentschutz. GSK setzt nun voll auf langwirksame Injektionen.

Neue Studiendaten aus Rio de Janeiro belegen den Erfolg dieser Strategie. Die Spritze Cabenuva wirkt bei Jugendlichen besser als die tägliche Tablette. Das Mittel Dovato erwies sich in Studien als ebenso effektiv wie Konkurrenzprodukte von Gilead.

Parallel dazu baut der Konzern seine Infrastruktur um. Ein neues Forschungszentrum am Cambridge Biomedical Campus soll künftig die Talente bündeln. Die Integration des US-Krebsspezialisten Nuvalent läuft nach Plan. Die Übernahme kostete im Juni rund 10,6 Milliarden Dollar.

Intern gibt es Signale für Vorsicht. Regis Simard, Chef der Lieferkette, verkaufte Ende Juli 38.000 Aktien zu einem Kurs von 20,38 Pfund. Analysten von JPMorgan bestätigen das Rating „Underweight“ mit einem Kursziel von 1700 Pence. Die Experten verweisen auf den anhaltenden Druck durch Generika-Konkurrenz bei wichtigen Umsatzbringern.

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