Groupon, Aktie

Groupon Aktie: LivingSocial kehrt zurück

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 15:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die öffentliche Vorschau bündelt über 50.000 US-Erlebnisse für KI-Agenten; Buchungen reservieren noch keine Termine.
Abstrakte digitale Marktplatz-Grafik mit leuchtenden Netzwerkknoten und modernen Icons für den E-Commerce-Sektor. Illustration mit AI erstellt.

Groupon wiederbelebt eine alte Marke für ein neues Geschäftsfeld. LivingSocial startet heute als Marktplatz, auf dem nicht Menschen, sondern persönliche KI-Agenten lokale Erlebnisse suchen, vergleichen und buchen. Die Aktie notierte zuletzt bei 17,60 Dollar, ein Minus von 0,9 Prozent.

Ein Marktplatz für Software-Kunden

Die Plattform läuft zunächst als öffentliche Vorschau unter agent.livingsocial.com. Sie bietet mehr als 50.000 lokale Erlebnisse in den USA, darunter Touren, Attraktionen und Spa-Angebote. Die Inhalte stammen aus bestehenden Groupon-Angeboten. Betreiber müssen dafür nichts Neues aufsetzen.

Der Ablauf ist bewusst schlank gehalten. Ein Agent eröffnet eine Shopping-Session ohne Account oder API-Schlüssel, durchsucht Angebote, füllt einen Warenkorb und teilt den Link. Der Nutzer prüft die Summe und zahlt selbst im Checkout. Danach kann der Agent die Gutscheincodes abrufen. Support und Rückerstattungsregeln von Groupon gelten weiter.

"Wir glauben, dass Agenten der dominierende Weg werden, auf dem Menschen lokale Erlebnisse entdecken, vergleichen und kaufen", sagt Konzernchef Dusan Senkypl. Betreiber müssten "noch einmal ganz neu gefunden werden", wenn Kunden Planung an Agenten abgeben.

Noch eine Vorschau, kein fertiges Produkt

Der Funktionsumfang ist begrenzt. Eine Buchung reserviert derzeit weder Datum noch Uhrzeit. Zeitfenster-Buchungen sollen bald folgen, Zahlungen durch Agenten und direkte Betreiberlistings sind geplant. Groupon weist selbst darauf hin, dass sich die Vorschau anders entwickeln, verändert oder eingestellt werden könnte. Zudem könnten KI-Plattformen von Drittanbietern den Zugriff ihrer Agenten auf externe Dienste einschränken.

Als Startpartner nennt das Unternehmen unter anderem Hudson Yards Experiences, die das Edge-Observation-Deck in New York betreiben, sowie Go City. Auch ein Vertreter von Big Bus Tours lobt die Initiative. Zahlen zu erwarteten Umsätzen nennt Groupon nicht.

Strategisch ordnet das Unternehmen den Schritt in "Project Foundry" ein. Das Programm gilt als wichtigste Priorität des Jahres und soll Groupon zu einem KI-nativen Unternehmen machen. LivingSocial dient dabei als Labor für Agenten-Handel und trägt diese Arbeit nach außen zu den Anbietern.

Den nächsten greifbaren Fortschritt liefert der Statusbereich der Plattform. Dort will Groupon laufend dokumentieren, wann Zeitfenster-Buchungen und weitere Funktionen live gehen.

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