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GRK Infra Aktie: Marge schlägt Umsatz

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 09:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In neun Monaten erhöhte GRK Infra die operative Marge auf 10,7 Prozent und verzeichnete Aufträge von über einer Milliarde Euro.
Ein Vermessungsgerät auf einer modernen Baustelle bei Sonnenaufgang mit im Hintergrund verschwommenen Maschinen. Illustration mit AI erstellt.

Weniger Umsatz, aber deutlich mehr Gewinn: GRK Infra hat in den ersten neun Monaten 2026 die Profitabilität kräftig gesteigert. Der Auftragsbestand ist zudem auf über eine Milliarde Euro gewachsen. Den Ausblick für das Gesamtjahr präzisiert der finnische Bauspezialist.

Starkes drittes Quartal

Im saisonal starken Zeitraum Juli bis September stieg der Umsatz um 11,8 Prozent auf 287,7 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis legte von 23,4 auf 34,9 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge kletterte auf 12,1 Prozent nach 9,1 Prozent im Vorjahresquartal.

Über neun Monate liegt der Umsatz mit 609,7 Millionen Euro allerdings rund 8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dafür wuchs das bereinigte operative Ergebnis auf 65,4 Millionen Euro, die Marge erreicht 10,7 Prozent. Konzernchef Mika Mäenpää führt das auf gezielte Projektauswahl, sorgfältige Planung und verfeinerte Projektkalkulationen zurück.

Der Auftragsbestand liegt bei 1.066,6 Millionen Euro, nach 683,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Er wuchs sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Rückenwind kommt unter anderem vom Rechenzentrumsbau.

Schwächer sieht der Cashflow aus. Der operative Free Cashflow lag über neun Monate bei minus 36,9 Millionen Euro, im Vorjahr standen noch positive 86,3 Millionen Euro zu Buche. Die Nettoverschuldung bleibt negativ, GRK hat also mehr liquide Mittel als Schulden.

Prognose eingeengt

Die Jahresziele für 2026 hat das Unternehmen präzisiert. Der Umsatz soll bei 850 bis 950 Millionen Euro liegen, zuvor waren 820 bis 1.020 Millionen Euro angepeilt. Das bereinigte operative Ergebnis soll 80 bis 95 Millionen Euro erreichen, bisher lag die Spanne bei 70 bis 95 Millionen Euro.

Die Untergrenze steigt also, die Obergrenze beim Ergebnis bleibt unverändert. Grundlage ist ein genauerer Blick auf den geplanten Projektfortschritt im Auftragsbestand.

Mäenpää erwartet ein starkes Schlussquartal. Als Risiko nennt er steigende Materialkosten im Herbst durch geopolitische Unsicherheit und schwankende Rohstoffmärkte.

Zukäufe und Personalie

Strategisch hat GRK in diesem Jahr zwei Übernahmen abgeschlossen: Keski-Suomen Betonirakenne (KSBR) und Pirkan Rakentajapalvelu. KSBR bringt rund 200 Fachkräfte und Know-how im Industrie-, Energie- und Rechenzentrumsbau mit. Beide Zukäufe sollen auch das Wachstum in Schweden stützen.

Passend dazu rückt KSBR-Chef Marko Leppänen mit sofortiger Wirkung in die Konzernleitung auf.

Die nächsten Termine stehen fest: Die Bilanz für 2026 legt GRK am 17. Februar 2027 vor, die Zahlen für das erste Quartal 2027 folgen am 4. Mai 2027.

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