Glencore Aktie: UBS-Paket für Einziehung zurückgekauft
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deGlencore setzt seinen Aktienrückkauf fort, während sich bei den kongolesischen Kupfer-Kobalt-Beteiligungen eine mögliche Veränderung nähert. Am Freitag meldete das Unternehmen einen außerbörslichen Rückkauf von UBS AG zur Einziehung. Parallel dazu befindet sich der geplante Einstieg des Orion Critical Mineral Consortium laut Bloomberg in einer fortgeschrittenen Phase. Ein Abschluss ist allerdings nicht bestätigt.
Der Rückkauf gehört zu dem am 10. September gestarteten Programm. Dieses läuft voraussichtlich bis Februar 2027. Damit steht einer bereits gemeldeten Kapitalmaßnahme ein Beteiligungsgeschäft gegenüber, dessen Vollzug noch aussteht. Für Anleger ist diese Unterscheidung entscheidend: Fortschritte bei Verhandlungen sind noch kein abgeschlossener Verkauf.
Kongo-Transaktion nähert sich entscheidender Phase
Nach einem Bloomberg-Bericht vom Freitag bezeichnete Oskar Lewnowski, CEO von Orion Resource Partners, die Verhandlungen als in der Schlussphase befindlich. Geplant ist der Erwerb von 40 % an Glencores Mehrheitsbeteiligungen an den Betrieben Mutanda und Kamoto in der Demokratischen Republik Kongo.
Die Aussage konkretisiert den Verhandlungsstand, ändert aber noch nicht den Status der Transaktion. Für die Bewertung bleibt deshalb der bestätigte Abschluss der entscheidende nächste Schritt. Bis dahin ist der geplante Einstieg als Möglichkeit und nicht als vollzogene Veränderung des Beteiligungsportfolios einzuordnen.
Neue Bindungen bei Zinn und Kupfer
Neben dem möglichen Beteiligungsverkauf geht Glencore neue Verpflichtungen ein. Cornish Metals meldete am Dienstag eine bedingte Zeichnung von Glencore über rund £11,2 Millionen. Sie ist Bestandteil der geplanten Finanzierung von £135 Millionen für South Crofty. Hinzu kommt ein sechsjähriger Abnahmevertrag für Zinnkonzentrat.
Beteiligung und Abnahmevertrag verbinden damit eine Finanzierungszusage unter Vorbehalt mit einer langfristigen Lieferbeziehung. Der Vertrag umfasst mindestens 27.513 metrische Tonnen Zinninhalt. Die Zeichnung bleibt dabei ausdrücklich bedingt.
Auch das Kupferprojekt Coroccohuayco kam voran. Glencores peruanische Tochter Antapaccay schloss am 19. Oktober die Zugangsvereinbarungen für die letzten benötigten Grundstücke ab. Nun sollen die noch ausstehenden Genehmigungen vorangetrieben werden. Die erste Produktion ist für das zweite Halbjahr 2029 vorgesehen.
Damit ist beim Landzugang ein Schritt abgeschlossen. Der Produktionsstart bleibt hingegen eine Planung und setzt weitere Fortschritte beim Projekt voraus.
Analystenurteil und Produktionsbericht im Blick
RBC Capital setzte am Donnerstag einen vorsichtigeren Bewertungsakzent. Analyst Ben Davis senkte das Kursziel von 660 auf 650 Pence und bestätigte zugleich die Einstufung „Outperform“.
Das niedrigere Kursziel geht somit nicht mit einer Abkehr vom positiven Anlageurteil einher. Als nächster angekündigter Berichtstermin steht der 29. Oktober an: Dann will Glencore den Produktionsbericht für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Neben dem möglichen Kongo-Abschluss rückt damit die operative Entwicklung in den Mittelpunkt.
Glencore-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Glencore-Analyse vom 25. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Glencore-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Glencore-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Glencore: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
