Gesco, Aktie

Gesco Aktie: ARKU-Zukauf, Prognose höher

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 15:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Maschinenbauer ergänzt Gesco ab Oktober; die Umsatzspanne steigt, während die Ergebniserwartung unverändert bleibt.

Gesco übernimmt ARKU und hebt Umsatzprognose für 2026 an
Moderne industrielle Fertigungshalle mit Fokus auf Präzisionstechnik und industrielle Entwicklung. Illustration mit AI erstellt.

Gesco kauft zu. Die Wuppertaler Industriegruppe hat heute einen Kaufvertrag über sämtliche Anteile an der ARKU Maschinenbau GmbH aus Baden-Baden unterzeichnet und hebt zugleich ihre Umsatzprognose für 2026 leicht an. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Was ARKU mitbringt

ARKU gilt als Markt- und Technologieführer für Präzisionsrichtmaschinen, Bandanlagen und Entgratmaschinen in der industriellen Blechbearbeitung. Das Unternehmen unterhält Standorte sowie Richt- und Entgratzentren in Deutschland, den USA und China. Die Gruppe beschäftigt 189 Mitarbeitende und dürfte 2026 mehr als 50 Millionen Euro umsetzen.

Das bestehende Management bleibt an Bord und führt die operative Entwicklung der Standorte weiter. Gesco-CEO Johannes Pfeffer verweist auf die Kombination aus technologischer Kompetenz, internationaler Präsenz und starker Unternehmenskultur. ARKU soll das Segment Industrial Assets & Infrastructure ergänzen, vor allem durch internationale Projektkompetenz und globale Kundennähe.

Prognose: Umsatz rauf, Ergebnis unverändert

Die Erstkonsolidierung erfolgt zum 1. Oktober 2026. Daraus erwartet der Vorstand für das laufende Jahr einen zusätzlichen Konzernumsatz von rund 10 bis 13 Millionen Euro. Die Umsatzprognose steigt entsprechend von bisher 515 bis 530 Millionen Euro auf 525 bis 543 Millionen Euro.

Beim Ergebnis ändert sich nichts. Das Konzernergebnis soll weiter zwischen 15 und 20 Millionen Euro liegen. Einen wesentlichen Ergebnisbeitrag der Übernahme erwartet das Management 2026 nicht, weil im vierten Quartal Effekte aus der Erstkonsolidierung und Transaktionskosten dem operativen Beitrag gegenüberstehen.

Einordnung

Der Zukauf passt zur Strategie, die Gesco selbst beschreibt: Neben der Entwicklung bestehender Beteiligungen setzt die Gruppe auf anorganisches Wachstum in Nischenmärkten. Ein Teil des Umsatzsprungs ist damit rein zukaufgetrieben.

Die Ertragswirkung zeigt sich erst ab 2027, wenn ARKU erstmals ein volles Jahr zum Konzern gehört. Der Kaufpreis bleibt bis dahin ein blinder Fleck, denn er erlaubt keine Einschätzung, wie teuer sich Gesco das Wachstum erkauft.

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