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GEO Group Aktie: Clearfield County verlängert Betriebsvertrag

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 20:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Aktie gewinnt 7,6 Prozent; ein Pennsylvania-Vertrag läuft bis März 2027, während politische und juristische Fragen offenbleiben.

GEO Group steigt nach US-Aufträgen und Vertragsverlängerung
Moderne Architektur eines Sicherheitsgebäudes in der Abenddämmerung mit Fokus auf institutionelle Stabilität. Illustration mit AI erstellt.

Im Umfeld milliardenschwerer US-Regierungsaufträge zur Ausweitung von Haftplätzen verzeichnet die Aktie der GEO Group heute ein deutliches Kursplus von 7,6 Prozent auf 27,81 Euro.

Medienberichten zufolge unterzeichnete das U.S. Department of Homeland Security gestern Bauverträge mit einem Gesamtvolumen von über 7 Milliarden $, um Abschiebe- und Einwanderungshafteinrichtungen in New York, Texas, Arizona, Florida und Kalifornien auszubauen.

Wie aus entsprechenden Planungsunterlagen hervorgeht, sollen dabei auch mobile Hafteinrichtungen zum Einsatz kommen, deren Betrieb durch eine Transport-Tochtergesellschaft der GEO Group vorgesehen ist.

Vertragsverlängerung für Großanlage in Pennsylvania

Für operative Planungssicherheit sorgt parallel dazu eine Einigung auf kommunaler Ebene. Clearfield County verlängerte gestern den bestehenden Betriebsvertrag mit der GEO Group und der US-Einwanderungsbehörde ICE für das Moshannon Valley Processing Center. Die Einrichtung verfügt über eine Kapazität von 1.876 Betten.

Der vorherige Kontrakt wäre regulär Ende September ausgelaufen. Durch die nun vereinbarte Verlängerung läuft die Betriebsvereinbarung für das Zentrum bis Mitte März 2027 weiter. Mit der Einigung sichert sich das Unternehmen die Fortführung der Auslastung an diesem Standort für das kommende Halbjahr.

Politischer Nachprüfungsbedarf und juristisches Verfahren

Trotz der vertraglichen Verlängerung sieht sich die Betreiberstruktur vor Ort wachsender politischer Aufmerksamkeit ausgesetzt. Sieben demokratische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses aus Pennsylvania wandten sich am 17. September in einem gemeinsamen Schreiben an die GEO Group, die ICE sowie Clearfield County.

Die Parlamentarier fordern darin detaillierte Auskünfte über die finanziellen Beziehungen zwischen den beteiligten Parteien, einschließlich der Vorlage von Rechnungen und Zahlungsnachrichten rund um das Moshannon Valley Processing Center. Als Frist für eine Rückmeldung wurde der 25. September 2026 gesetzt.

Gleichzeitig bleibt das regulatorische und juristische Umfeld anspruchsvoll. Vor dem U.S. District Court for the Western District of Washington endete eine Verhandlung ohne Urteil (Mistrial), nachdem die Geschworenen keine einstimmige Entscheidung herbeiführen konnten.

Gegenstand des Rechtsstreits ist die Frage, ob die GEO Group für Arbeiten von Inhaftierten in einer Einrichtung den gesetzlichen Mindestlohn des Bundesstaates Washington anstelle von 1 $ pro Tag zahlen muss.

Am Aktienmarkt rücken die Anleger derweil die operative Nachfrage in den Vordergrund: Mit dem heutigen Kursanstieg notiert das Papier nur noch knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 28,30 Euro.

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