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Genmab Aktie: Rina-S überzeugt bei Eierstockkrebs

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 21:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In einer Phase-1/2-Auswertung erreichten 45,9 Prozent der Patientinnen ein bestätigtes Ansprechen; die Wirksamkeit muss Phase 3 noch belegen.

Fotorealistisches Biotech-Labor mit Forschern in weißen Kitteln bei Antikörperforschung
Genmab A/S entwickelt Antikörpertherapien in modernen Biotech-Laboren mit Forschern und Präzisionsgeräten, Aktie DK0010272202 Illustration mit AI erstellt.

Genmab hat neue Daten für seinen Wirkstoffkandidaten Rina-S vorgelegt. Bei Patientinnen mit platinresistentem Eierstockkrebs, einer schwer behandelbaren Erkrankung, sprach fast jede zweite auf die Therapie an. Die Ergebnisse stammen aus Teil C der Phase-1/2-Studie RAINFOL-01 und wurden heute als Late-Breaking-Vortrag auf dem Kongress der International Gynecologic Cancer Society in Montreal präsentiert.

Ansprechrate und Dauer der Wirkung

In die Auswertung gingen 109 Patientinnen ein. Die bestätigte Ansprechrate lag bei 45,9 Prozent, fünf Patientinnen erreichten ein vollständiges Ansprechen. Das mediane Ansprechen hielt 12,1 Monate an. Nach einem Jahr befanden sich noch 51 Prozent der Responderinnen in Remission.

Erstmals liegen auch Daten zum progressionsfreien Überleben vor, es beträgt median 9,5 Monate. Die Patientinnen waren stark vorbehandelt: Mehr als die Hälfte hatte drei oder vier Therapielinien hinter sich, ein Drittel zuvor Mirvetuximab erhalten.

Die Wirkung zeigte sich laut Unternehmen unabhängig von der Expression des Zielproteins Folatrezeptor alpha, auch bei niedriger oder fehlender Expression. Das erweitert den potenziell behandelbaren Patientenkreis.

Verträglichkeit im Blick

Häufigste Nebenwirkungen waren Übelkeit, Müdigkeit, Anämie und Neutropenie. Schwere unerwünschte Ereignisse traten bei rund einem Drittel der Teilnehmerinnen auf. Nur 5,5 Prozent brachen die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab. Auffällig: Augentoxizität, periphere Neuropathie, interstitielle Lungenerkrankung und Stomatitis blieben aus. Gerade diese Effekte gelten bei Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten als typische Hürden.

Genmab-Entwicklungschef Tahamtan Ahmadi spricht von handhabbarer Verträglichkeit und bekräftigtem Potenzial des Kandidaten. Die Daten flössen in die Bewertung von Rina-S für gynäkologische Tumoren ein.

Phase-3-Programm läuft

Rina-S steht bereits in vier Phase-3-Studien: bei platinresistentem Eierstockkrebs, bei Gebärmutterkörperkrebs sowie in zwei Studien zu platinsensitivem Eierstockkrebs. Hinzu kommen Phase-2-Studien bei Lungenkrebs und Tumoren des Magen-Darm-Trakts. Wirksamkeit und Sicherheit sind formal noch nicht belegt, der Wirkstoff bleibt experimentell.

Die Aktie schloss im US-Handel zuletzt bei 34,75 Dollar und notierte nachbörslich bei 34,81 Dollar. Eine nennenswerte Reaktion auf die Studiendaten steht noch aus. Maßgeblich bleiben nun die laufenden Phase-3-Studien, die den Wert von Rina-S über die Einzelarm-Daten hinaus belegen müssen.

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