Generali, Aktie

Generali Aktie: Verwaltungsrat prüft Alleanza-Integration

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 17:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Generali investiert über 30 Millionen Euro in eigene Aktien und bereitet eine Verwaltungsratsprüfung zur Alleanza-Integration vor.

Modernes Glasbürogebäude am Hafen von Triest, Menschen gehen auf Plaza vor Fassade
Fotorealistische Glasfassade eines modernen Bürogebäudes in Triest, Sitz von Assicurazioni Generali S.p.A., ISIN IT0000062072, Hafenblick Illustration mit AI erstellt.

Der italienische Versicherungskonzern Generali treibt die Umsetzung seines Strategieplans für die Jahre 2025 bis 2027 weiter voran. Das Unternehmen informierte gestern über neue Zukäufe am Aktienmarkt, bei denen innerhalb einer Handelswoche Papiere für mehr als 30 Millionen Euro erworben wurden. An der Börse gibt der Titel am heutigen Dienstag nach: Die Aktie notiert bei 44,50 Euro, was einem Tagesrückgang von 2,9 Prozent entspricht.

Geplante Einziehung eigener Anteilsscheine

Die Transaktionen sind Teil eines Programms, das auf die Einziehung der erworbenen Aktien abzielt. Wie der Konzern mitteilte, kaufte Generali im Zeitraum vom 14. bis zum 18. September auf der Plattform Euronext Milan insgesamt 671.390 eigene Stammaktien. Der volumengewichtete Durchschnittspreis lag bei 45,14 Euro je Anteilsschein, woraus sich ein Gesamtvolumen von 30.304.356,48 Euro ergibt.

Das Rückkaufprogramm läuft seit dem 6. August und basiert auf dem Beschluss der ordentlichen Aktionärsversammlung vom 23. April. Mit den jüngsten Zukäufen halten Generali und ihre Tochtergesellschaften zusammen 28.146.221 eigene Aktien. Das entspricht einem Anteil von 1,83 Prozent am Grundkapital des Versicherungskonzerns.

Parallel dazu meldete auch die Konzerntochter Banca Generali gestern den planmäßigen Abschluss eines separaten Rückkaufprogramms zur Bedienung von Vergütungsplänen.

Verwaltungsrat prüft Integration von Alleanza

Neben den Kapitalmaßnahmen rücken interne Konsolidierungsschritte in den Vordergrund. Für den 30. September ist eine Sitzung des Verwaltungsrats angesetzt, bei der die vollständige gesellschaftsrechtliche Integration der Tochtergesellschaft Alleanza auf der Agenda steht. Generali hält bereits 100 Prozent an der Gesellschaft.

Ziel der geplanten Neuordnung sind betriebliche Synergien sowie eine Verringerung der Steuerlast auf Dividendenausschüttungen. Der Schritt könnte personelle Veränderungen nach sich ziehen.

Gemengelage im italienischen Finanzsektor

Begleitet werden die internen Schritte von Diskussionen über die künftige Aufstellung des Konzerns im heimischen Markt. Generali prüft das MPS-Übernahmeangebot für Banca Generali (vor rund einem Monat, seither +1,2 %). Die Übernahmeofferten und Gegenangebote italienischer Geldhäuser haben zuletzt auch das Agenturnetzwerk von Generali alarmiert.

Die Agentenvereinigung GA GI um ihren Präsidenten Federico Serrao forderte klare Zusagen zum Vertriebsmodell. Das Agentennetzwerk zeichnet in Italien für rund zwei Drittel des Prämienvolumens der Gruppe verantwortlich.

Group CEO Philippe Donnet und Italien-Chef Giancarlo Fancel hatten zuletzt wiederholt bekräftigt, dass die Agenturen der zentrale Vertriebskanal bleiben sollen.

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