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General Motors Aktie: Rückschlag im E-Auto-Geschäft

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 15:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Während US-Käufer verstärkt zu Hybriden greifen, sinken GMs Elektroauto-Verkäufe in den ersten drei Quartalen deutlich.

Bauhaus-Poster mit geometrischen Primärfarben, Retro-Automobil-Silhouette und großem AUTO-Schriftzug
General Motors Automobil Sektor als Bauhaus Poster mit geometrischen Formen und AUTO Schriftzug, ISIN US37045V1008 Illustration mit AI erstellt.

Ein Jahr nach dem Ende der Kaufprämie zeigt sich, wie stark der US-Markt für Elektroautos eingebrochen ist. General Motors trifft das härter als den Gesamtmarkt: Die E-Auto-Verkäufe des Konzerns sanken in den ersten drei Quartalen um 43 Prozent.

Der US-Markt kühlt ab, Europa boomt

Seit Auslaufen der Steuergutschrift von 7.500 Dollar fehlt den Amerikanern der Kaufanreiz. Die E-Auto-Verkäufe in den USA liegen in diesem Jahr bis einschließlich September um 30,7 Prozent unter dem Vorjahr. Ihr Anteil am Gesamtmarkt beträgt nur noch rund 6 Prozent, nach 8,5 Prozent zum gleichen Zeitpunkt 2025.

In Europa verläuft die Entwicklung gegenläufig. Dort stieg der E-Anteil auf 23,2 Prozent, getrieben von hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs, strengen Abgasvorgaben und einem wachsenden Angebot günstiger Modelle, auch aus China. Im US-Markt halten Zölle und ein Verbot chinesischer Fahrzeugsoftware diese Konkurrenz weitgehend fern.

Hybride und Gebrauchte profitieren

Die US-Käufer weichen aus. Hybride legten in den ersten neun Monaten um 23 Prozent zu und kommen auf einen Marktanteil von 15,6 Prozent. Gebrauchte Elektroautos verkauften sich um 19 Prozent besser als im Vorjahr, ein Zeichen dafür, dass preissensible Käufer bei hohen Spritpreisen Entlastung suchen.

Reine E-Auto-Hersteller schlagen sich dabei besser als die traditionellen Konzerne. Teslas US-Absatz fiel nur um 14 Prozent, Rivian legte dank des neuen SUV R2 um 29 Prozent zu. Bei Ford brachen die E-Verkäufe um 68 Prozent ein. Honda will die Produktion seiner Elektroautos nach diesem Jahr sogar einstellen.

Für GM ist das eine unbequeme Lage. Der Konzern setzt weiter stark auf sein breites E-Angebot, während die Nachfrage in den USA zu Hybriden wandert. Die Aktie schloss zuletzt bei 80,99 Dollar und lag vorbörslich weiter im Minus.

Soziales Engagement am Rande

Abseits des Tagesgeschäfts unterstützt GM die Organisation Mothers Against Drunk Driving mit einer Spende von 350.000 Dollar. Das Geld fließt in Präventionsprogramme für Jugendliche und in Hilfsangebote für Unfallopfer. Auf die Zahlen des Konzerns hat das keine Auswirkung.

Entscheidend bleibt die Produktstrategie. Solange die US-Nachfrage nach Elektroautos ohne staatliche Förderung schwach bleibt und Hybride den Markt prägen, steht GMs E-Offensive unter Druck. Europa bietet dafür bislang keinen Ausgleich, da GM dort kaum präsent ist.

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