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General Mills Aktie: Jim Cramer warnt vor Gegenwind

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 06:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

General Mills erwartet im ersten Quartal weniger Gewinn und Umsatz. Die Konzernführung hält dennoch an ihren Jahreszielen fest.

General Mills vor Quartalszahlen: Aktie unter Druck, Ausblick bestätigt
Abstrakte Darstellung einer modernen Lebensmittelproduktionsanlage in warmem Licht als Symbol für den Konsumgütersektor. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Nahrungsmittelkonzern General Mills steht vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Am heutigen Mittwoch legt das Unternehmen die Geschäftszahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. An den Märkten herrscht vor dem Bericht spürbare Zurückhaltung. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 23 Prozent. Gestern schloss das Papier im deutschen Handel bei 31,01 Euro.

Belastungsfaktoren im operativen Geschäft

Die Vorgaben aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr verdeutlichen den bestehenden Druck. In dieser Periode sank der Nettoumsatz auf 18,42 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig schrumpfte der bereinigte operative Gewinn um 16 Prozent auf 2,81 Milliarden US-Dollar.

Die bereinigte operative Marge gab im Vorjahr um 190 Basispunkte auf 15,3 Prozent nach. Sowohl das organische Volumen als auch das Verhältnis aus Preis und Produktmix fielen dabei negativ aus. Das Unternehmen kämpft seit längerer Zeit mit einer spürbaren Kaufzurückhaltung der Kunden.

Gedämpfte Erwartungen an das Auftaktquartal

Auch für das erste Quartal des laufenden Turnus zeichnet sich keine rasche Wende ab. Im Marktkonsens rechnen Beobachter mit einem bereinigten Ergebnis von 0,72 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Rückgang von 16,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Bei den Erlösen wird ein Wert von rund 4,35 Milliarden US-Dollar erwartet.

Für die verhaltene Entwicklung im Auftaktviertel sind mehrere Faktoren verantwortlich. Neben zeitlichen Verschiebungen bei Auslieferungen in den Sparten North America Retail und Pet dämpfen verzögerte Einsparungen das Ergebnis. Zudem wirkt sich eine veränderte Nachfragestruktur bei den Handelspartnern nachteilig auf die Ertragsentwicklung aus.

Skepsis und Jahresausblick

Die strukturellen Rahmenbedingungen sorgen zusätzlich für Gegenwind. Moderator Jim Cramer äußerte sich am 18. September in seiner Sendung „Mad Money“ skeptisch über die weitere Entwicklung. Er verwies dabei auf anhaltende Belastungen durch Inputkosten und veränderte Ernährungstrends infolge von GLP-1-Abnehmmedikamenten. Die Dividendenrendite von 6,72 Prozent bezeichnete er als Warnsignal.

Trotz dieser Vorbehalte hält die Konzernleitung an den Zielsetzungen für das gesamte Geschäftsjahr fest. Der Vorstand hatte den Ausblick am 8. September bekräftigt. Demnach soll der bereinigte operative Gewinn in konstanter Währung um 8 bis 13 Prozent nachgeben.

Für das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie strebt General Mills einen Wert zwischen 3,00 und 3,20 US-Dollar an. Die Quote für die freie Cashflow-Konversion soll rund 95 Prozent des bereinigten Nachsteuergewinns erreichen. Vorstandschef Jeff Harmening betonte im September, die Resonanz auf Neuerungen sei positiv, das Unternehmen habe jedoch noch wesentliche Aufgaben vor sich.

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