Generac, Aktie

Generac Aktie: Rekordumsatz, Rechenzentren-Backlog

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 11:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Umsatz erreichte im dritten Quartal 1,29 Milliarden Dollar; Generac hob die Untergrenze seiner Margenprognose für 2026 an.
Generac, Aktie, Rekordumsatz, Rechenzentren-Backlog, Umsatz, Milliarden, Dollar;, Untergrenze, Margenprognose Illustration mit AI erstellt.

Generac hat im dritten Quartal so viel umgesetzt wie nie zuvor. Der Auftragsbestand für Rechenzentren wächst auf rund 4,5 Milliarden Dollar, und auch das lange schwächelnde Wohnsegment legt wieder kräftig zu.

Rechenzentren treiben das Geschäft

Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 1,29 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit etwa 1,32 Milliarden gerechnet, der Umsatz lag damit leicht unter der Erwartung. Beim Gewinn fiel die Bilanz dagegen deutlich besser aus: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,54 Dollar, erwartet waren 2,43 Dollar.

Motor ist das Geschäft mit gewerblichen und industriellen Kunden. Dieses Segment wuchs um rund 28 Prozent auf 552 Millionen Dollar, getragen vom Hochlauf bei Rechenzentren. Schwächer liefen dagegen die Lieferungen an US-Industriehändler und Telekomkunden.

Der Amazon-Liefervertrag für Backup-Generatoren bringt 2027 und 2028 zusammen Lieferungen von 2,4 Milliarden Dollar. CEO Aaron Jagdfeld spricht von weiteren Zusagen neuer und bestehender Kunden. Die Kapazitätserweiterung laufe wie geplant.

Wohngeschäft überrascht

Im Wohnsegment stieg der Umsatz um etwa 9 Prozent auf 743 Millionen Dollar. Besonders gefragt waren stationäre Hausgeneratoren und tragbare Geräte, Speichersysteme verkauften sich schwächer. Das Management verweist auf Sorgen um die Netzstabilität. Vorab hatten Marktbeobachter eher mit einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau gerechnet, zumal größere Hurrikans ausblieben.

Auch die Profitabilität verbesserte sich. Die Bruttomarge stieg auf 39,9 Prozent, vor allem dank niedrigerer Zollkosten und günstigerer Preis-Kosten-Effekte. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 19,8 Prozent nach 17,3 Prozent im Vorjahr. Im Wohnsegment lag sie bei 27,0 Prozent, im gewerblichen Segment bei 12,5 Prozent.

Der freie Cashflow kletterte auf 132 Millionen Dollar, gut ein Drittel mehr als vor einem Jahr.

Prognose: Untergrenze wird angehoben

Beim Umsatzwachstum bleibt der Konzern bei seiner Prognose im mittleren bis hohen Zehnerbereich. Die Spanne für die bereinigte EBITDA-Marge 2026 wird enger gefasst: Erwartet werden nun 20,5 bis 21,0 Prozent, zuvor waren es 20,0 bis 21,0 Prozent. Die Margenuntergrenze steigt damit, die Obergrenze bleibt.

Vor dem Bericht notierte die Aktie bei rund 190 Dollar. Die durchschnittlichen Kursziele der Analysten liegen mit gut 286 Dollar deutlich darüber. Wie der Markt den Margenvorteil und den Rekord-Backlog gewichtet, zeigt sich im heutigen Handel. Als Referenz dient die Spanne der letzten zwölf Monate zwischen rund 135 und 296 Dollar.

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