Garmin, Aktie

Garmin Aktie: Dreifachschlag im Radsport

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue Fahrradcomputer und ein beweglicher Rollentrainer ergänzen Garmins Angebot; alle drei Geräte sind bereits verfügbar.
Garmin Ltd. Bauhaus-Poster mit geometrischen Satellitenkreisen und Sektor-Text ELEKTRONIK SMI ISIN CH0114405324 Illustration mit AI erstellt.

Garmin räumt am Dienstag im Fahrradsegment gleich mehrfach auf: Innerhalb von rund einer halben Stunde stellt der Konzern einen neuen Rollentrainer und zwei Fahrradcomputer-Linien vor. Das Unternehmen setzt damit gezielt auf Radfahrer, vom Einsteiger bis zum ambitionierten Sportler.

Premium-Computer mit Sprachsteuerung

Der Edge 1060 ist das neue Topmodell der Fahrradcomputer. Mit Mikrofon und Lautsprecher lassen sich Routen wählen, Fahrdaten abfragen oder Sprachnachrichten verschicken, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen. Ein "Okay, Garmin" genügt als Aktivierung.

Hinzu kommen neue Navigationsfunktionen wie Routenvorschauen und Warnungen vor Straßensperrungen, die andere Garmin-Nutzer melden. Der Akku hält bis zu 20 Stunden, im Energiesparmodus bis zu 60 Stunden. Der Preis liegt bei 799,99 Dollar.

Edge Explore 3 für die breite Masse

Eine Preisklasse darunter positioniert Garmin die Edge Explore 3 und die Edge Explore 3 Plus. Die Plus-Variante bringt ebenfalls Lautsprecher und Mikrofon mit, das Basismodell verzichtet darauf. Beide zeigen Karten, Streckenhinweise und Sicherheitsfunktionen wie Unfallerkennung und Live-Standortfreigabe.

Die Geräte kosten 399,99 beziehungsweise 499,99 Dollar. Damit adressiert der Konzern Pendler und Freizeitfahrer, die weniger Trainingstiefe brauchen, aber moderne Navigation wollen.

Rollentrainer mit Bewegung

Drinnen setzt Garmin auf den Tacx N?ra. Der smarte Trainer bewegt sich in mehrere Richtungen, vor, zurück und zur Seite, und soll so das Fahrgefühl auf der Straße näher abbilden. Leistung und Trittfrequenz misst er laut Hersteller auf ein Prozent genau, Steigungen simuliert er bis 20 Prozent.

Eine Version kommt mit vorinstalliertem Zwift-Ritzel für virtuelles Schalten. Der Trainer ist für 999,99 Dollar zu haben. Er lässt sich mit Edge-Computern und Garmin-Uhren koppeln, Trainingspläne aus Garmin Connect laufen direkt in der Tacx-App.

Ökosystem als Argument

Alle drei Produkte sind ab sofort erhältlich. Gemeinsam ist ihnen die Verzahnung mit Garmin Connect, Garmin Messenger und den hauseigenen Trainingsplänen. Genau diese Bindung der Nutzer an die eigene Plattform dürfte das Kalkül hinter der gebündelten Vorstellung sein.

Konkrete Umsatzerwartungen nennt das Unternehmen nicht. Der nächste Prüfstein sind die Quartalszahlen, an denen sich zeigen wird, wie stark das Fitness- und Outdoor-Geschäft insgesamt wächst.

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