GameStop Aktie: 160,2 Millionen Dollar operativer Rekord
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 18:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein drastischer Konzernumbau zeigt beim US-Videospielehändler GameStop Wirkung im operativen Geschäft. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete das Unternehmen ein operatives Rekordergebnis von 160,2 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der operative Ertrag noch bei 66,4 Millionen US-Dollar gelegen.
Parallel dazu zog das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) im selben Dreimonatszeitraum auf 174,0 Millionen US-Dollar an. Nach dieser deutlichen Gewinnsteigerung hob die Unternehmensführung ihr Jahresziel an: Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management nun mit einem bereinigten EBITDA von mehr als 650 Millionen US-Dollar, nachdem zuvor über 600 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt worden waren.
Sammlerartikel kompensieren Filialrückbau
Verantwortlich für den Ergebnissprung ist eine tiefgreifende Verschiebung der Erlösquellen. Zwar ging der Gesamtumsatz im Berichtsquartal auf 790,2 Millionen US-Dollar zurück. Ursächlich hierfür waren neben Standortschließungen und dem Verkauf der Frankreich-Aktivitäten auch Basiseffekte durch frühere Konsolenstarts.
Dafür florierte das margenstarke Geschäft mit Sammelobjekten, den sogenannten Collectibles. Die Umsätze in dieser Sparte kletterten um 57 Prozent auf 356,3 Millionen US-Dollar. Damit steuerten Sammlerfiguren, Karten und Merchandise-Artikel bereits 45,1 Prozent des gesamten Quartalsumsatzes bei. Das traditionelle Kerngeschäft mit Datenträgern tritt zugunsten renditestärkerer Nischen zusehends in den Hintergrund.
Finanzpolster und Beteiligungsstrategie
Neben dem Kerngeschäft fungiert der Konzern zunehmend als kapitalstarke Beteiligungsgesellschaft. GameStop verfügt über liquide Mittel, Wertpapiere und digitale Vermögenswerte im Gesamtvolumen von 5,4 Milliarden US-Dollar. Einen bedeutenden Vermögenswert stellt das Paket von 43,4 Millionen Aktien an der Online-Handelsplattform eBay dar, das mit 4,9 Milliarden US-Dollar bewertet wird.
Führungskräfte decken sich mit Anteilen ein
Untermauert wird die Zuversicht in den eingeschlagenen Sanierungskurs durch Zukäufe aus der Führungsetage. Am Donnerstag erwarb GameStop-Chef Ryan Cohen 1,0 Millionen Class-A-Aktien für rund 20,38 Millionen US-Dollar. Sein direkt gehaltener Anteil stieg damit auf über 39,3 Millionen Papiere.
Am selben Tag griff auch Director Alain Attal zu und kaufte 5.000 Anteilsscheine im Gesamtwert von 100.000 US-Dollar. Anleger werten solche Zukäufe aus den eigenen Reihen traditionell als Vertrauensbeweis in die Tragfähigkeit der neuen Geschäftsstrategie.
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