Galderma, Aktie

Galderma Aktie: Hautpflege-Zukauf

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 14:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Hautpflege-Zukauf soll Galdermas Angebot ergänzen; für 2027 rechnet der Konzern mit einer leichten Verwässerung der bereinigten Ebitda-Marge.

Galderma übernimmt ZO Skin Health für 1,5 Milliarden Dollar
Hochwertige, minimalistische Darstellung von Hautpflegeprodukten in einer modernen Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Galderma greift in den USA zu. Der Dermatologiespezialist übernimmt die Marke ZO Skin Health für 1,5 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro. Der Konzern will damit sein Geschäft mit medizinischer Hautpflege ausbauen, die vor allem über Ärzte vertrieben wird.

Die Börse reagierte verhalten. Die Aktie gab an der SIX zeitweise gut ein Prozent auf 165,40 Franken nach.

Bar bezahlt, Abschluss bis Anfang 2027

Galderma hat eine Vereinbarung zum Erwerb von 100 Prozent unterzeichnet. Verkäufer sind unter anderem von Blackstone Tactical Opportunities verwaltete Fonds sowie die Familie des Markengründers Zein Obagi. Den Kaufpreis zahlt Galderma vollständig in bar, gedeckt aus vorhandenen liquiden Mitteln und Bankfinanzierungen.

Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 oder Anfang 2027 geplant. Zuvor müssen die Behörden zustimmen, hinzu kommen übliche Abschlussbedingungen.

Was der Deal für die Zahlen bedeutet

Kurzfristig bringt die Übernahme keinen Schub. Im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach dem Abschluss dürfte sie ergebnisneutral auf den bereinigten Gewinn je Aktie wirken. Für 2027 erwartet das Unternehmen eine leichte Verwässerung der bereinigten Ebitda-Marge. Ab 2028 soll die Marge wieder ungefähr dem Gruppendurchschnitt entsprechen.

Strategisch ist die Logik klar. ZO Skin Health ist im kalifornischen Irvine zu Hause und bietet medizinisch orientierte Produkte für die tägliche Anwendung, unter anderem auf Basis von Retinol und Säuren. Galderma besitzt bereits Cetaphil und Alastin. Alastin setzt auf regenerative Pflege mit Peptiden, vor und nach dermatologischen und ästhetischen Eingriffen.

Beide Marken ergänzen sich nach Unternehmensangaben durch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte. Galderma könnte so die tägliche Pflege und die Betreuung rund um Behandlungen umfassender abdecken. Der Konzern verspricht sich davon zusätzliche Wachstumschancen und eine stärkere Stellung bei Dermatologen, plastischen Chirurgen und weiteren Fachleuten.

Konkret wird es mit dem Abschluss der Transaktion, der bis Anfang 2027 erwartet wird. Dann zeigt sich, wie schnell die Marge nach der leichten Verwässerung 2027 wieder auf Konzernniveau zurückkehrt.

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