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FuelCell Energy: Craig-Hallum setzt 22-Dollar-Ziel

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 19:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Craig-Hallum sieht bei FuelCell Energy Aufwärtspotenzial, während Quartalsverlust, Fit-Energy-Belastungen und eine Untersuchung die Aktie belasten.

FuelCell Energy: Craig-Hallum startet Beobachtung mit Kaufempfehlung
Ein moderner Wasserstoff-Brennstoffzellen-Stapel in einer industriellen Umgebung mit blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Das Analysehaus Craig-Hallum hat am heutigen Mittwoch die Beobachtung von FuelCell Energy mit einer Kaufempfehlung wiederaufgenommen. Die Analysten setzen ein Kursziel von 22 US-Dollar fest, was ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau impliziert. Diese optimistische Einschätzung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit den Folgen enttäuschender Quartalszahlen und neuen juristischen Untersuchungen konfrontiert ist. Im heutigen Handel notiert das Papier bei 14,29 Euro, was einem Rückgang von 7,4 Prozent entspricht.

Massive Belastungen durch Sonderabschreibungen

Am vergangenen Mittwoch legte FuelCell Energy die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor, die hinter den Markterwartungen zurückblieben. Das Unternehmen meldete einen bereinigten Verlust von 0,67 US-Dollar je Aktie, während Analysten im Konsens lediglich mit einem Minus von 0,35 US-Dollar gerechnet hatten.

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 29 Prozent auf 33 Millionen US-Dollar. Hauptverantwortlich für das schwache Abschneiden war ein Bruttoverlust von 24,5 Millionen US-Dollar, der maßgeblich durch Belastungen in Höhe von 17 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit dem Partner Fit Energy verursacht wurde.

Trotz dieser kurzfristigen operativen Schwierigkeiten bleibt die Aktie im längerfristigen Trend stabil. Mit dem aktuellen Kurs notiert der Wert weiterhin etwa 20 Prozent über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 11,94 Euro.

Analysten von Craig-Hallum und Jefferies, die ihr Kursziel zuletzt bei 24 US-Dollar bestätigten, verweisen auf die verbesserte Marktpositionierung des Brennstoffzellen-Spezialisten im Bereich der Energieversorgung von Rechenzentren.

Juristisches Nachspiel und Kapitalmaßnahmen

Die jüngsten finanziellen Enthüllungen haben jedoch juristische Konsequenzen nach sich gezogen. Die Kanzlei Kaplan Fox gab bekannt, Untersuchungen wegen möglicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz eingeleitet zu haben. Im Fokus steht dabei die Transparenz der Berichterstattung rund um die strategische Vereinbarung mit Fit Energy über eine Kapazität von bis zu 380 Megawatt.

Kritisch beäugt wird zudem der zeitliche Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung am 7. Juli, bei der FuelCell Energy 12 Millionen Aktien zu einem Preis von je 21 US-Dollar platzierte und einen Nettoerlös von etwa 245,5 Millionen US-Dollar erzielte.

Investoren zeigen sich besorgt darüber, dass die nun gemeldeten Millionenbelastungen den Anlegern zum Zeitpunkt der Aktienemission nicht ausreichend bekannt gewesen sein könnten. Nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz am vergangenen Mittwoch war der Aktienkurs bereits zeitweise um über 15 Prozent eingebrochen.

Rekord-Auftragsbestand und ehrgeizige Produktionsziele

Ein wesentlicher Stützpfeiler für das Vertrauen der Analysten ist der hohe Auftragsbestand. Medienberichten zufolge beläuft sich der fest zugesagte Backlog auf rund 1,3 Milliarden US-Dollar, während die gesamte Pipeline an potenziellen Projekten auf 10 Gigawatt geschätzt wird. Davon entfallen etwa 97 Prozent auf den wachstumsstarken Sektor der Rechenzentren. In Texas konnte sich das Unternehmen zudem eine Reservierung über 75 Megawatt sichern.

Für die kommenden Jahre hat das Management ehrgeizige Ausbaupläne formuliert. Bis Oktober 2026 soll die Produktionskapazität auf 100 Megawatt steigen, mit dem Ziel, bis Juni 2028 ein Volumen von 500 Megawatt zu erreichen. Das Erreichen eines positiven bereinigten EBITDA wird für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2027 angestrebt.

Ob diese Ziele angesichts der aktuellen Verluste und der rechtlichen Unsicherheiten erreicht werden können, hängt maßgeblich von der Umsetzung der Phase-0-Projekte und der Stabilisierung der Partnerschaft mit Fit Energy ab.

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