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Fresenius Medical Care Aktie: Rückzug aus China-Sparte

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 14:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

FMC beendet in China zwei Geschäftsaktivitäten und plant für das dritte Quartal 2026 einmalige Sonderkosten von 110 Millionen Euro.

Moderner Dialyseraum mit Hämodialysegeräten und Patientenliegen bei Tageslicht
Ein fotorealistisches Bild eines modernen Dialyseraums mit mehreren Hämodialysegeräten und Patientenliegen in Reihe, ruhigem Tageslicht durch große Fenster – typisch für die Behandlungszentren von Fresenius Medical Care AG (ISIN DE0005785802) Illustration mit AI erstellt.

Fresenius Medical Care räumt in China auf. Der Dialysekonzern trennt sich von einem kompletten Geschäftsbereich und schreibt ältere Technik ab. Der Umbau kostet einmalig 110 Millionen Euro.

Alte Systeme raus, neue Technik rein

Konkret stellt FMC in China Produktion und Vertrieb des Hämodialysesystems 4008A ein. Zusätzlich beendet der Konzern sein gesamtes Peritonealdialyse-Geschäft in der Volksrepublik – ein Segment, das FMC dort seit Jahren betreibt. Bestehende Verpflichtungen gegenüber Patienten und Partnern will das Unternehmen weiterhin erfüllen.

Im Gegenzug setzt FMC künftig auf modernere Technologien für die Behandlung in Dialysezentren und die Intensivmedizin. Dazu zählt das System 5008S CAREsystem für die hochvolumige Hämodiafiltration sowie das Gerät multiFiltratePRO für kritisch kranke Patienten. Ähnliche Technik rollt der Konzern parallel auch in den USA aus – sie gilt als effektiver und schneller als ältere Dialyseverfahren.

Zur Umsetzung hat FMC die lokale Führung neu aufgestellt und Rex Liu als General Manager für den chinesischen Markt berufen. Vorstandschefin Helen Giza begründet den Schritt damit, dass sich der Konzern auf jene Bereiche konzentrieren wolle, in denen er für Patienten und Kunden den größten Wert schaffen könne.

China bleibt ein Nebenschauplatz im Umsatz

Der finanzielle Hebel des China-Geschäfts relativiert die Tragweite der Entscheidung. Das Land steuert lediglich 6 bis 7 Prozent zu den Umsätzen des Segments Care Enablement bei, in dem FMC sein Produktgeschäft bündelt. Der Konzern selbst geht davon aus, dass die Portfolio-Anpassung den künftigen Umsatzausblick für das China-Geschäft nicht wesentlich beeinträchtigt.

Die Einmalkosten von 110 Millionen Euro resultieren vor allem aus Wertberichtigungen, Entsorgungsaufwand und Abfindungskosten. FMC verbucht sie als Sonderposten und plant die Erfassung im dritten Quartal 2026. Trotz der laufenden Restrukturierung betont der Konzern sein langfristiges Engagement in China – gestützt auf die eigene Fertigung vor Ort und ein lokales Design-Zentrum für Produktentwicklung.

FMC ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in China aktiv. Der aktuelle Umbau soll den Konzern nach eigener Einschätzung besser positionieren, um von der steigenden Zahl chronischer Nierenerkrankungen und der wachsenden Nachfrage nach moderner Dialysetechnik zu profitieren. Ob sich diese Rechnung aufgeht, dürfte sich frühestens mit den Zahlen zum dritten Quartal 2026 abzeichnen, wenn die Sonderkosten erstmals in der Bilanz auftauchen.

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