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Fortune Brands Aktie: Umbau mit Verlusten

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 00:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach rückläufigem Quartalsumsatz plant Fortune Brands Portfolioverkäufe und einen China-Rückzug; die Jahresziele wurden reduziert.
Abstrakte Darstellung von architektonischem Umbau und industrieller Struktur in gedämpftem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Fortune Brands räumt auf. Mit den Zahlen zum dritten Quartal kündigt der Konzern den Verkauf von Fiberon, den Rückzug aus dem China-Geschäft und eine Straffung in Europa an. Gleichzeitig senkt das Management die Prognose für das Gesamtjahr.

Quartal im Rahmen, Qualität mau

Der Umsatz sank um 3,1 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Ohne China lag das Minus bei 2,4 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 1,14 Dollar, doch darin stecken ein Steuervorteil von 0,28 Dollar und Zollerstattungen von 0,14 Dollar. Nach GAAP bleiben 0,42 Dollar, belastet durch eine Wertberichtigung von 0,47 Dollar je Aktie.

Konzernchef Jesse Singh räumte offen ein, die Ergebnisse seien ohne Steuer- und Zolleffekte zwar im Rahmen der eigenen Erwartungen gewesen, aber "nicht dort, wo sie sein müssen". Die größte Herausforderung sei die eigene Umsetzung. Der operative Cashflow fiel mit 347 Millionen Dollar kräftig aus, zudem kaufte das Unternehmen Aktien für 40 Millionen Dollar zurück.

Trennung von Verlustbringern

Fiberon geht für 160 Millionen Dollar an eine Tochter von Inteplast. Die Vereinbarung wurde am 15. Oktober unterzeichnet. Das kommerzielle China-Geschäft soll bis zum dritten Quartal 2027 auslaufen, die Neuordnung der EMEA-Aktivitäten im Segment Water bis zum vierten Quartal 2027.

Zusammen erwirtschaften diese Einheiten bei 320 bis 330 Millionen Dollar Umsatz einen operativen Verlust von rund 50 bis 55 Millionen Dollar. Für Fiberon erwartet das Unternehmen zusätzlich eine Abschreibung von etwa 175 bis 205 Millionen Dollar.

Prognose gesenkt

Für das vierte Quartal rechnet das Management mit weiter sinkenden Erlösen. Gründe sind die Portfolio-Schritte, ein schwächerer Neubau von Einfamilienhäusern und ein Lagerabbau im Handel. Der Neubau dürfte 2026 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich schrumpfen, Renovierungen im niedrigen einstelligen Bereich.

Der Jahresumsatz soll nun zwischen 4,205 und 4,275 Milliarden Dollar liegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf 3,20 bis 3,30 Dollar veranschlagt, der freie Cashflow auf 380 bis 410 Millionen Dollar.

Parallel baut Singh das Führungsteam um. Neben einem neuen Finanz- und Informationschef kommt Morgan Fox als Chief Legal Officer, die ab 2. Dezember antritt. Sie war zuletzt bei Duravant und zuvor bei AZEK tätig. Einsparungen bei den Verwaltungskosten von 70 Millionen Dollar jährlich peilt der Konzern bis zum ersten Quartal 2027 an. Heute um 17:00 Uhr US-Ostküstenzeit erläutert das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz.

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