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Fortive Aktie: Insider nehmen Gewinne mit

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 02:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach Optionsausübungen veräußerten zwei Fortive-Manager Aktien; zugleich hob das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.
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Zwei Führungskräfte von Fortive haben am vergangenen Freitag Aktien im Wert von zusammen knapp fünf Millionen Dollar verkauft. Der Zeitpunkt fällt auf: Das Papier notiert nur knapp unter seinem Jahreshoch.

Verkäufe nach Optionsausübung

Rechtsvorstand Peter Underwood trennte sich am 30. Oktober von 48.442 Aktien. Die Verkaufspreise lagen zwischen 64,55 und 64,74 Dollar, der Erlös summierte sich auf rund 3,1 Millionen Dollar. Zuvor hatte er Optionen zu 34,85 Dollar je Aktie ausgeübt.

Chefbuchhalter Christopher Mulhall verkaufte am selben Tag Papiere für etwa 1,7 Millionen Dollar, zu Kursen um 65,56 Dollar. Ein Teil davon entfällt auf seine Ehefrau. Auch er übte zuvor Optionen aus, mit Ausübungspreisen zwischen 34,85 und 46,67 Dollar. Nach den Transaktionen hält er direkt noch 44.598 Aktien.

Die Optionen stammen aus Mitarbeiterprogrammen und wurden infolge der Abspaltungen von Vontier und Ralliant angepasst. Beide Verkäufe folgen damit auf reguläre Optionsausübungen. Eine Aussage über die Einschätzung der Manager zur Aktie ist daraus nicht ableitbar.

Aktie nahe Jahreshoch

Fortive notiert bei rund 66,84 Dollar, das Jahreshoch liegt bei 67,30 Dollar. Seit Jahresbeginn legte der Titel gut 21 Prozent zu, auf Sicht von zwölf Monaten sind es etwa 34 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut 31 gilt im Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum als hoch, eine Fair-Value-Schätzung von InvestingPro sieht die Aktie als überbewertet.

Operativ lieferte der Konzern zuletzt ab. Im dritten Quartal übertraf er mit einem bereinigten Gewinn von 0,77 Dollar je Aktie die Konsensschätzung von 0,71 Dollar. Der Umsatz lag mit 1,1 Milliarden Dollar über den erwarteten 1,07 Milliarden. Die Jahresprognose für den Gewinn hob das Management an. Treiber war das Segment Intelligent Operating Solutions, dessen organisches Wachstum auf 9,1 Prozent anzog.

Die Analysten bleiben uneins. Mizuho hob das Kursziel auf 55 Dollar an, bleibt aber bei "Underperform". Truist erhöhte auf 65 Dollar und belässt es bei "Hold". Beide Ziele liegen unter dem aktuellen Kurs.

Neue Messgeräte der Tochter Fluke

Auch im Produktgeschäft gibt es Neuigkeiten. Die Tochter Fluke stellte mit den Akustikkameras ii1050 und ii1030 eine neue Generation vor. Die Geräte sind rund 40 Prozent kleiner als ihre Vorgänger und wiegen 1,2 Kilogramm. Statt 64 Mikrofonen kommen nun 202 zum Einsatz, um Druckluftlecks oder Teilentladungen präziser zu orten. Optional lässt sich eine Wärmebildkamera ergänzen.

Für den Aktienkurs dürfte das Produkt kaum den Ausschlag geben. Es passt jedoch zur Strategie, das Geschäft mit Messtechnik und Zustandsüberwachung auszubauen. Mit Kursen über den Zielen von Mizuho und Truist hängt die Rally vor allem davon ab, dass Fortive die angehobene Gewinnprognose tatsächlich liefert.

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