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Fluence Energy Aktie: Rahmenvertrag mit Eve Energy geschlossen

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 05:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Speicheranbieter sicherte sich Zellen für 2027 bis 2031 und meldete einen Aktienkauf durch einen Director; die Jahresprognose wurde zuvor gesenkt.

Fluence Energy vereinbart Batteriezell-Lieferungen über 206 GWh
Moderne industrielle Energiespeicheranlagen in einer weitläufigen Anlage bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt.

Nach den schweren operativen Rückschlägen der vergangenen Tage versucht Fluence Energy mit strategischen Schritten und internen Signalen Vertrauen zurückzugewinnen. Der US-Konzern schloss mit Eve Energy eine Rahmenvereinbarung über die künftige Lieferung von Batteriezellen im Gesamtvolumen von 206 GWh. Parallel dazu setzte Director Herman Bulls am Montag ein persönliches Zeichen und erwarb 10.000 Aktien des Unternehmens.

Langfristige Kapazitäten und neue operative Leitung

Die Vereinbarung mit Eve Energy deckt den Zeitraum von 2027 bis 2031 ab. Für das Jahr 2027 hat sich Fluence Energy bereits feste Liefermengen von 16 GWh vertraglich zugesichert. Die verbleibenden 190 GWh sind für die Folgejahre bis 2031 reserviert, um den langfristigen Bedarf für Energiespeicherprojekte abzusichern.

Die Lieferverträge fallen in eine Phase tiefgreifender interner Umbauten. Nach erheblichen Verzögerungen in der Fertigungsstätte im texanischen Houston musste das Management erhebliche Anpassungen vornehmen. Prozessausfälle bei automatisierten Schweißarbeiten zwangen das Werk zur Umstellung auf manuelles Schweißen.

Zudem blieb das Produktionstempo bei den Endmontage-Komponenten hinter den Vorgaben zurück. Die Führungsebene reagierte mit personellen Konsequenzen: Der Chief Product Officer wurde am 11. September entlassen, während Bernerd Da Santos als neuer Chief Operating Officer die operative Leitung übernahm.

Rücknahme der Jahresziele belastet

Vor gut einer Woche senkte Fluence Energy die Geschäftsprognose für das Geschäftsjahr 2026 drastisch. Das Umsatzziel wurde auf rund 2,4 Milliarden $ zurückgenommen, nachdem zuvor im Mittel 3,0 Milliarden $ in Aussicht gestellt worden waren. Beim bereinigten EBITDA weitete sich der erwartete Jahresverlust auf rund 200 Millionen $ aus.

Die drastische Prognosekürzung rief umgehend die Wall Street auf den Plan. Am 17. September stufte Barclays die Aktie auf Underweight ab und reduzierte das Kursziel auf 10 $. Am selben Tag nahm Piper Sandler die Beobachtung mit der Einstufung Underweight und einem Ziel von 6 $ auf. Mehrere weitere Häuser passten ihre Erwartungen ebenfalls nach unten an, da die Margen und das operative Ergebnis auch in den Folgejahren belastet bleiben dürften.

Im gestrigen Handel verbuchte die Aktie eine Gegenbewegung und schloss mit einem Plus von 3,9% bei 6,60 €. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus jedoch auf -61%. Ob der Großvertrag und das Insidersignal für eine dauerhafte Bodenbildung genügen, hängt maßgeblich von den operativen Fortschritten am texanischen Standort ab.

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