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Fjordkraft Holding ASA Aktie: Fortum sichert Mehrheit

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 10:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fortum hält 88,59 Prozent an Elmera und verlängert die Offerte bis 2. Oktober. Der 450-Millionen-Euro-Deal rückt damit näher.

Fortum sichert Mehrheit an Elmera und verlängert Übernahmeangebot
Moderne Energieinfrastruktur bei Dämmerung als Symbol für Konsolidierung im Versorgungssektor Illustration mit AI erstellt.

Der finnische Energiekonzern Fortum steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme des norwegischen Strom-Einzelhändlers Elmera Group, der früheren Fjordkraft Holding.

Nach dem Ende der ursprünglichen Annahmefrist am vergangenen Freitag sicherte sich die Konzerntochter Fortum Consumer Solutions bereits die überwältigende Mehrheit der Anteile. Um weiteren Aktionären den Ausstieg zu ermöglichen, verlängerte das Unternehmen die Offerte bis zum 2. Oktober 2026 um 16:30 Uhr MESZ.

Deutliche Mehrheit für Fortum

Das Barangebot umfasst 47 Norwegische Kronen je Aktie. Bis zum ersten Stichtag wurden dem Bieter insgesamt 101.302.124 Anteilsscheine angedient. Dies entspricht einem Anteil von rund 88,59 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte von Elmera. Rechnet man die vom Unternehmen selbst gehaltenen Aktien heraus, beläuft sich die Zustimmungsquote sogar auf 92,64 Prozent.

In diesem Zwischenergebnis sind bereits 8.074.564 Aktien enthalten, für die Elmera-Aktionäre schon im Vorfeld verbindliche Zusagen abgegeben hatten. Dieser Block entspricht etwa 7,1 Prozent des gesamten Grundkapitals. Durch den hohen Zuspruch der Anteilseigner ist der Weg für den Zusammenschluss der beiden skandinavischen Marktteilnehmer weitgehend frei.

An der Börse reflektiert die Notierung den fast vollendeten Deal. Das Papier beendete den Handel am Montag bei 4,35 Euro und verharrt damit knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,36 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 34 Prozent.

Squeeze-out rückt in greifbare Nähe

Die Fristverlängerung bis Anfang Oktober wurde von der zuständigen norwegischen Übernahmebehörde genehmigt. Damit erhalten verbliebene Minderheitsaktionäre die Möglichkeit, ihre Papiere ebenfalls zu den Bedingungen der ursprünglichen Offerte anzudienen.

Das Analysehaus Inderes verweist darauf, dass Fortum die formale Mindestannahmeschwelle von 90 Prozent im Grundkapital zwar noch knapp verfehlt, diese Bedingung aber selbst aufheben kann.

Da die Bereinigung um die eigenen Aktien des Unternehmens bereits eine Quote von über 92 Prozent ergibt, verfügt Fortum de facto über das notwendige Stimmengewicht, um nach Vollzug der Transaktion einen Ausschluss der restlichen freien Aktionäre im Wege eines Squeeze-out durchzuführen.

Mit dem verlängerten Zeitfenster verschiebt sich die endgültige Abwicklung des rund 450 Millionen Euro schweren Zukaufs nun geringfügig in den Oktober hinein.

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