FirstEnergy Aktie: Netzausbau im Detail
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 21:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deKein Quartalsbericht, kein Kurssprung: Der Versorger aus Akron meldet am Montag mehrere operative Fortschritte. Sie zeigen, wie das milliardenschwere Investitionsprogramm vor Ort ankommt.
Transformator in Lakewood früher am Netz
Die Tochter The Illuminating Company hat im Umspannwerk Lakewood in Ohio einen zweiten Transformator in Betrieb genommen, vier Monate vor Plan. Der rund 55 Tonnen schwere Block wurde im Laufe des Monats angeliefert und in der vergangenen Woche nach Installation und Tests zugeschaltet. Der erste Transformator war bereits früher in diesem Jahr in Betrieb gegangen.
Beide Einheiten erhöhen die Kapazität der Anlage. Netzbetreiber können Strom bei Ausfällen flexibler umleiten und Nachbarumspannwerke unterstützen. Jeder Transformator kostete etwa 1,85 Millionen Dollar. Das Unternehmen betont, kein Netz könne jeden Ausfall verhindern, die Anlage liefere aber zusätzliche Reserven.
Langfristiges Leitungsprojekt in Virginia
Weiter östlich treibt Potomac Edison das Projekt Gore-Doubs-Goose Creek voran. Der Netzbetreiber PJM hatte es 2023 an das Unternehmen vergeben. Am 30. Oktober reichte die Tochter den Antrag bei der Aufsichtsbehörde in Virginia ein. In Maryland läuft das Verfahren seit März, in West Virginia soll der Antrag im kommenden Monat folgen.
Geplant ist der Umbau von rund 29 Meilen Leitungen, fast vollständig auf bestehenden Trassen. Das begrenzt Eingriffe für Anwohner und Umwelt. Hinzu kommen zwei neue Leitungen zwischen den Umspannwerken Stonewall und dem geplanten Woodside. Der Bau soll vorbehaltlich der Genehmigungen 2028 beginnen, die Inbetriebnahme des Abschnitts in Virginia ist für Dezember 2030 vorgesehen.
Das Vorhaben ist Teil des 36 Milliarden Dollar schweren Investitionsplans. Regulierte Netzprojekte dieser Art gelten als Basis für das Wachstum des Konzerns, auch wenn sie sich über Jahre ziehen.
Neue Führung für die Stiftung
Außerdem besetzt FirstEnergy die Leitung seiner Stiftung neu. Don Rettig kommt vom Baustoffkonzern Owens Corning und wird Vice President sowie Präsident der FirstEnergy Foundation. Er berichtet an Wade Smith, den Chef der Versorgungssparte.
Die Stiftung hat seit 2001 knapp 140 Millionen Dollar gespendet. 2026 konzentriert sie sich auf Wohnstabilität, Hungerhilfe, Arbeitskräfteentwicklung und MINT-Bildung. Allein in diesem Jahr flossen bislang knapp 6,5 Millionen Dollar, darunter fünf Millionen Dollar an Hunger-Action-Month-Zuschüssen, doppelt so viel wie 2025.
Für den Aktienkurs dürften die Meldungen kaum Gewicht haben. Konkreter Termin ist der Antrag in West Virginia, der im Dezember erwartet wird.
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