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First Solar Aktie: Rückkauf trotz Umsatzeinbruch

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 15:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal sank der Erlös um 23 Prozent, während Nettogewinn und bereinigtes EBITDA zulegten; der Verwaltungsrat genehmigte Aktienrückkäufe.
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Der Umsatz bricht um knapp ein Viertel ein, der Gewinn je Aktie steigt trotzdem kräftig. Mit diesem Widerspruch legt First Solar die Zahlen für das dritte Quartal vor. Obendrein kündigt der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm an.

Weniger Module, mehr Gewinn

Der Umsatz sank auf 1,23 Milliarden Dollar, ein Minus von 23 Prozent. Hauptgrund war ein geringeres Volumen an Modulen, die an Dritte verkauft wurden. Der Nettogewinn kletterte dennoch auf 571 Millionen Dollar. Je verwässerter Aktie sind das 5,30 Dollar nach 4,24 Dollar im Vorjahresquartal.

Das bereinigte EBITDA stieg um 11 Prozent auf 744 Millionen Dollar. Die Profitabilität zog also an, während das Absatzvolumen schrumpfte.

Rückkauf über 500 Millionen Dollar

Der Verwaltungsrat hat ein Rückkaufprogramm über bis zu 500 Millionen Dollar genehmigt, es gilt ab sofort. Das Programm hat kein Ablaufdatum. Der Konzern ist nicht verpflichtet, eine bestimmte Menge zu erwerben, und kann es jederzeit aussetzen oder beenden. Zeitpunkt und Volumen richten sich nach der Marktlage.

Die Kasse ist dafür gut gefüllt, aber deutlich leerer als zum Jahresende. Der Nettobestand an Barmitteln fiel auf 1,5 Milliarden Dollar, Ende 2025 waren es noch 2,4 Milliarden. Der Konzern nennt Working-Capital-Bedarf und Investitionen in die US-Werke als Ursache. Zahlungen aus Steuergutschriften nach Section 45X und erstattete IEEPA-Zölle dämpften den Rückgang.

Politik als Rückenwind

CEO Mark Widmar verweist auf Section 232, die er als strukturellen Wandel in der US-Solarpolitik beschreibt. First Solar sei als einziger voll integrierter Hersteller für Großprojekte ohne Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten für Siliziumtechnik gut positioniert. Der Auftragsbestand beträgt 44,0 Gigawatt.

Für das Gesamtjahr stellte der Konzern seine Prognose neu auf. Der Umsatz soll laut Ausblick zwischen 4,6 und 4,9 Milliarden Dollar liegen. Im vierten Quartal erwartet das Management einen Modulabsatz von 4,3 bis 5,3 Gigawatt, davon bis zu 4,3 Gigawatt aus US-Fertigung. Das bereinigte EBITDA soll dann zwischen 643 und 843 Millionen Dollar landen.

Der Ausblick setzt voraus, dass die aktuelle US-Politik bestehen bleibt und Genehmigungsverfahren im historischen Zeitrahmen laufen. Die Spanne von 200 Millionen Dollar beim EBITDA zeigt, wie stark das Schlussquartal von diesen Annahmen abhängt.

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