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First Quantum Minerals Aktie: SGS-Audit stärkt Cobre Panamá

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 04:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein unabhängiges Audit bestätigt die Erfüllung von 361 Verpflichtungen; Panamas Regierung will bis Ende 2026 über die Mine entscheiden.

First Quantum: Prüfung stärkt Cobre-Panamá-Projekt vor Entscheidung
Moderne, nachhaltige Tagebau-Mine bei Sonnenuntergang als Symbol für operative Stabilität und Transparenz. Illustration mit AI erstellt.

Rund 350.000 Tonnen Kupfer pro Jahr und etwa 1,5 Prozent des weltweiten Angebots hängen an einer einzigen Lagerstätte: Cobre Panamá. Seit Ende 2023 steht der gigantische Tagebau von First Quantum Minerals nach Protesten und einem Urteil des Obersten Gerichtshofs still.

Nun rückt der Terminplan der panamaischen Regierung näher. Bis zum Jahresende 2026 soll eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Projekts fallen. Rückenwind erhält der kanadische Bergbaukonzern durch die Ergebnisse einer unabhängigen Prüfung.

Audit attestiert hohe Vertragserfüllung

Nach einem Bericht von Bloomberg ergab eine Auditierung durch den Prüfkonzern SGS, dass First Quantum 361 von 370 eingegangenen Verpflichtungen erfüllt hat. Das entspricht einer Quote von 87,7 Prozent.

Die Evaluierung gilt in Branchenkreisen als wichtige Grundlage für die politischen Beratungen in Panama-Stadt. Das dortige Finanzministerium steht zugleich vor fiskalischen Aufgaben.

Die wirtschaftliche Dimension ist erheblich. In ihrem letzten aktiven Betriebsjahr steuerte die Mine knapp fünf Prozent zur Wirtschaftsleistung Panamas bei.

Ein Wiederanfahren der Anlage würde dem Rohstoffkonzern erhebliche Mengen erschließen, während internationale Prognosen für die kommenden Jahre vor strukturellen Angebotsdefiziten warnen.

Operative Zwischenbilanz und Schuldenabbau

Trotz des Stillstands meldete das Unternehmen für das zweite Quartal 2026 eine Gesamtproduktion von 100.487 Tonnen Kupfer. Davon stammten 3.216 Tonnen aus gelagertem Erzbestand in Cobre Panamá. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management eine Fördermenge von 405.000 bis 475.000 Tonnen Kupfer an. Finanziell drückt der Ausfall des Vorzeigeprojekts dennoch spürbar auf das Ergebnis.

Im zweiten Jahresviertel verbuchte First Quantum ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 400 Millionen US-Dollar bei einem bereinigten Nettoverlust von 106 Millionen US-Dollar. Die Nettoverschuldung belief sich zum Quartalsende auf 5,41 Milliarden US-Dollar.

Um finanzielle Spielräume zu wahren und die Beteiligungsstruktur zu stabilisieren, schloss der Konzern bereits eine Aktionärsvereinbarung mit seinem Großaktionär Jiangxi Copper, die dessen Anteil bis Juli 2027 auf rund 18,5 Prozent deckelt.

Anleger richten Blick auf das Jahresende

An den Kapitalmärkten bleibt das Papier eng an die Entwicklung in Mittelamerika gekoppelt. Gestern beendete die Aktie den Handelstag mit einem leichten Minus von 1,1 Prozent bei 27,83 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 21 Prozent.

Ob der Konzern das Jahreshoch wieder ins Visier nehmen kann, hängt primär von den panamaischen Behörden ab. Sollte die Regierung bis Ende 2026 grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Förderung signalisieren, würde dies die Bilanzkennzahlen und das Fördervolumen von First Quantum grundlegend verändern. Bleibt die Genehmigung aus, drohen dem Unternehmen weiterhin hohe Vorhaltungskosten und langwierige Schiedsverfahren.

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