First Majestic Silver Aktie: Steuerrahmen mit Mexiko vereinbart
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 06:23 Uhr | Redaktion boerse-global.deBei First Majestic Silver zeichnet sich eine Lösung im langwierigen Steuerkonflikt mit den mexikanischen Behörden ab. Das Bergbauunternehmen hat sich mit der Regierung in Mexiko grundsätzlich auf einen Rahmen zur Beilegung der Steuerstreitigkeiten rund um die Tochtergesellschaft Primero Empresa Minera geeinigt. Das zuständige Schiedsgericht setzte das laufende Verfahren bis zum 31. Dezember 2026 aus, damit die Parteien die Vereinbarung finalisieren und umsetzen können. Das Unternehmen äußerte sich zuversichtlich, den Vergleich noch vor dem Jahresende abzuschließen.
Der Schritt bringt eine spürbare Entlastung an einer juristischen Front, die den Konzern seit Jahren begleitet. Das Schiedsgericht beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) hatte die Aussetzung des Verfahrens im Einvernehmen beider Seiten bereits Ende September vermerkt.
Arbeitsniederlegung belastete Förderung im dritten Quartal
Operativ verlief das abgelaufene Jahresviertel für den Silberproduzenten jedoch herausfordernd. Am 8. Oktober legte First Majestic Silver die Produktionsergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor. Der Konzern förderte in diesem Zeitraum 3,44 Millionen Unzen Silber sowie 29.552 Unzen Gold. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Silberausstoß damit um 11 Prozent.
Hauptursache für den Rückgang war ein zwölftägiger Arbeitskampf auf der wichtigen Mine San Dimas. Infolge des Streiks erreichte die Silberförderung lediglich 72 Prozent des Mittelwerts der revidierten Jahresprognose. Um dem verhaltenen Kursverlauf entgegenzuwirken, verlängerte die Unternehmensführung das bestehende Aktienrückkaufprogramm, das den Erwerb von bis zu zehn Millionen eigenen Anteilen erlaubt.
Marktumfeld dämpft Notierungen vor den Bilanzzahlen
Zusätzlicher Gegenwind kam zuletzt vom Rohstoffmarkt selbst. Der Silberpreis geriet unter Druck, da an den Finanzmärkten infolge robuster Inflationsdaten und steigender US-Renditen vermehrt mit einer strafferen geldpolitischen Linie der US-Notenbank gerechnet wurde.
An den europäischen Handelsplätzen schloss die Aktie von First Majestic Silver am Freitag bei 14,23 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,9 Prozent entspricht. Vom 52-Wochen-Hoch bei 28,79 Euro notiert der Titel mit einem Abschlag von 51 Prozent deutlich entfernt.
Klarheit über die finanzielle Tragweite der jüngsten Entwicklungen erhalten Investoren in Kürze: Die Veröffentlichung der vollständigen Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 sowie eine zugehörige Telefonkonferenz hat First Majestic Silver für den 5. November 2026 angesetzt. Dann dürften insbesondere die Kosten des Streiks auf San Dimas und der Stand der steuerlichen Einigung im Mittelpunkt des Interesses stehen.
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