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First Majestic Silver Aktie: Fremdfirmen entlassen 400 Beschäftigte

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 06:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der ungelöste Arbeitskonflikt beeinträchtigt den Betrieb; eine separate Verständigung im mexikanischen Steuerstreit löst ihn nicht.
Industrielle Bergbaulandschaft in der Dämmerung als Symbol für Marktveränderungen im Rohstoffsektor Illustration mit AI erstellt.

First Majestic Silver verzeichnete am Freitag im Umfeld eines breiten Edelmetall-Ausverkaufs eine Kursveränderung von -2,1%. Auch Silber gab nach und belastete damit das Umfeld der Silberminenaktien. Beim Unternehmen kommt ein ungelöstes Problem hinzu: Der Arbeitskampf in San Dimas dauert an und hat bereits die Produktion beeinträchtigt.

Damit überlagern sich für Anleger zwei Belastungen. Der schwächere Edelmetallmarkt trifft auf einen betrieblichen Stillstand. Eine grundsätzliche Verständigung im separaten Steuerstreit mit Mexiko bietet zwar einen positiven Gegenpunkt. Sie ist aber nicht mit einer Lösung des Arbeitskonflikts gleichzusetzen.

Arbeitskampf zieht weitere Folgen nach sich

Am Mittwoch berichteten Medien, dass der Streik in San Dimas weiterhin ungelöst sei. Der Betrieb stehe seit dem 18. September still. Unter Berufung auf örtliche Auftragnehmer hieß es außerdem, mehr als 400 Beschäftigte von Fremdfirmen seien entlassen worden.

Diese Meldung beschreibt Folgen über den unmittelbaren Produktionsausfall hinaus. Die Entlassungen betreffen dem Bericht zufolge Beschäftigte externer Unternehmen. Sie sind damit von der Belegschaft von First Majestic zu unterscheiden.

First Majestic hatte am Dienstag den Kern des Konflikts erläutert. Nach Unternehmensangaben verlangt die Gewerkschaft, dass das Unternehmen die Einkommensteuer auf einen freiwilligen Bonus übernimmt. Zugleich bekräftigte First Majestic seine Verhandlungsbereitschaft. Eine Wiederaufnahme des Betriebs folgt daraus noch nicht.

Produktionszahlen zeigen die Belastung

Die am 8. Oktober gemeldete Produktion für das dritte Quartal 2026 umfasste 3.440.447 Unzen Silber sowie 29.552 Unzen Gold.

Das Unternehmen erklärte dazu, eine zwölftägige Arbeitsunterbrechung habe die Förderung in San Dimas beeinträchtigt. Die späteren Berichte über den fortdauernden Stillstand machen deutlich: Der Konflikt war mit dem Ende des Berichtsquartals nicht abgeschlossen. Die veröffentlichten Förderzahlen bilden daher nicht die gesamte weitere Entwicklung des Arbeitskampfs ab.

Steuerverständigung bleibt ein eigener Vorgang

Im Steuerstreit um die Tochtergesellschaft Primero Empresa Minera erreichten First Majestic und die mexikanische Regierung am 13. Oktober eine grundsätzliche Einigung über einen Vergleichsrahmen. Die Bedingungen wurden nicht öffentlich gemacht. Das APA-Schiedsverfahren wurde bis zum 31. Dezember 2026 ausgesetzt.

Diese Verständigung betrifft einen anderen Streitgegenstand als die Bonusbesteuerung in San Dimas. Für die operative Einordnung bleibt deshalb entscheidend, ob die Verhandlungen im Arbeitskampf eine Wiederaufnahme ermöglichen. Die erklärte Gesprächsbereitschaft ist dafür ein Ansatzpunkt, aber noch kein Ergebnis.

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