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First Majestic Silver Aktie: 50-Prozent-Umsatzsprung im Q2

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 10:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

First Majestic Silver steigert Quartalsumsatz um über 50 Prozent und erhöht die Dividende massiv. Analysten sehen Potenzial, der Aktienkurs bleibt jedoch unter dem Jahreshoch.

First Majestic Silver: Dividende um 217 Prozent erhöht, starke Q2-Zahlen
Nahaufnahme von glänzendem Silbererz in einer stimmungsvollen, professionellen Industrieumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Silber- und Goldproduzent First Majestic Silver hat heute weitreichende Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Im Mittelpunkt der Ergebnisse steht eine massive Erhöhung der Dividende um 217 Prozent auf US$0,0152 pro Aktie. Diese Entscheidung folgt auf ein Quartal mit deutlich gestiegenen Umsätzen und einer kräftigen Erholung beim Nettogewinn, getrieben durch höhere Edelmetallpreise und operative Optimierungen.

Umsatzwachstum und Gewinnentwicklung im zweiten Quartal

First Majestic Silver erzielte im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von US$415,5 Millionen. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem US$264,23 Millionen erlöst wurden. Das Nettoeinkommen belief sich auf US$109,43 Millionen oder US$0,22 je Aktie. Trotz dieser signifikanten Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr verfehlte das Unternehmen damit medienübergreifenden Berichten zufolge leicht die Konsensschätzungen der Analysten, die ein EPS von US$0,25 erwartet hatten.

Der bereinigte Nettogewinn lag bei US$101,6 Millionen. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war der starke Anstieg der Edelmetallpreise am Weltmarkt. Das Unternehmen profitierte zudem von einem verbesserten Free Cashflow, der mit US$194,6 Millionen mehr als doppelt so hoch ausfiel wie im Vorjahresquartal. Parallel dazu schloss der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1,6 Millionen Titeln ab, was die Strategie der Kapitalrückführung an die Anteilseigner unterstreicht.

Strategische Expansion und Minenplanung

In operativer Hinsicht meldete das Unternehmen für das zweite Quartal eine Produktion von 3,8 Millionen Unzen Silber sowie 34.660 Unzen Gold. CEO Keith Neumeyer gab zudem einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Portfolios. So wird der Neustart des Jerritt-Canyon-Projekts für das Jahr 2027 vorbereitet. Den Berichten zufolge sind bereits 80 Prozent der erforderlichen Personalstellen für dieses Vorhaben besetzt.

Das Unternehmen verfügt derzeit über eine solide Liquiditätsposition mit einem Treasury von US$1,25 Milliarden. Diese finanziellen Mittel ermöglichen es, das Kapitalbudget für das laufende Jahr in einer Spanne zwischen US$318 Millionen und US$344 Millionen zu halten. Erst kürzlich sicherte sich First Majestic zudem neue Genehmigungen, welche die erwartete Lebensdauer einiger Minenstandorte verlängern. Dies stärkt die langfristige Planungssicherheit in einem Sektor, der zuletzt eine massive Konsolidierungswelle erlebte. Allein im Zeitraum 2024 bis 2025 erreichte das Transaktionsvolumen bei Übernahmen im Silberbergbau rund 14,3 Milliarden US-Dollar.

Investorenbewegungen und Analysteneinschätzung

Am Kapitalmarkt wurde die Nachricht über die Dividendenerhöhung aufmerksam verfolgt. Die Ausschüttung ist für den 31. August geplant, wobei das Ex-Datum auf den 14. August festgesetzt wurde. Im Bereich der institutionellen Anleger zeigten sich zuletzt unterschiedliche Tendenzen. Während Cetera Investment Advisers den Anteil am Unternehmen im ersten Quartal reduzierte, bauten Großinvestoren wie Vanguard ihre Positionen weiter aus.

Die Analysten der Bank HC Wainwright bestätigten angesichts der jüngsten Entwicklung ihre Kaufempfehlung. Das Kursziel für den Wert wurde dort auf 27 US-Dollar beziffert. Der durchschnittliche Marktkonsens liegt derzeit bei rund US$23,83.

Anleger reagierten am heutigen Montag dennoch verhalten auf die Nachrichtenlage. Der aktuelle Kurs der Aktie notiert bei 13,06 Euro. Damit liegt das Papier zwar mit rund 54,64 Prozent deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 28,79 Euro, blickt jedoch auf Sicht von zwölf Monaten auf eine positive Kursentwicklung von 84,57 Prozent zurück. Experten weisen in diesem Zusammenhang auf die hohe Volatilität im Silbersektor hin, die durch geopolitische Faktoren und Verschiebungen in der Zinspolitik der Notenbanken beeinflusst wird.

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