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First Farms A/ S Aktie: Dritte Prognosesenkung 2026

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 10:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

First Farms kappt die Jahresprognose 2026 zum dritten Mal. Dürre in der Slowakei und fallende Schweinepreise führen zu einer erwarteten Verlustzone.

First Farms senkt Jahresziele erneut: Dürre und Schweinepreise belasten
Weite Ackerlandschaft bei Sonnenuntergang als Symbol für die Agrarwirtschaft und vorsichtige Marktstimmung. Illustration mit AI erstellt.

Dürre in der Slowakei und einbrechende Schweinepreise zwingen First Farms zum dritten Mal in diesem Jahr, die Erwartungen zu kappen. Was im März noch nach einem soliden Jahr aussah, ist inzwischen zu einer Verlustprognose geschrumpft.

Der dänische Agrarkonzern senkt die Jahresziele für 2026 um 20 Millionen dänische Kronen. Erwartet wird nun ein EBITDA zwischen minus 5 und 45 Millionen Kronen, das EBIT soll zwischen minus 75 und minus 25 Millionen Kronen liegen.

Im März hatte das Management noch ein EBIT zwischen minus 10 und plus 40 Millionen Kronen in Aussicht gestellt — die Entwicklung seit Jahresbeginn zeigt damit eine klare Abwärtsspirale bei den Prognosen.

Dürre trifft vor allem die Slowakei

Die Ernteerträge in der Slowakei fallen nach aktuellen Schätzungen 35 Prozent geringer aus als budgetiert. Grund ist die Dürre, die weite Teile Europas in diesem Sommer erfasst hat. In Rumänien dagegen zeigt sich ein gegenteiliges Bild: Auf den mehr als 2.000 Hektar bewässerter Flächen und auch auf unbewässertem Land rechnet First Farms mit guten Erträgen.

Zum Ergebnisdruck trägt zusätzlich der Preisverfall bei Schweinen bei, der sich über den Sommer verstärkt hat. Die Kombination aus Ernteausfällen und schwachen Fleischpreisen bildet den Kern der aktuellen Gewinnwarnung.

Halbjahr tief in den roten Zahlen

Der Halbjahresbericht liefert den Kontext zur Prognosesenkung. Das Vorsteuerergebnis lag zwischen Januar und Juni bei minus 50 Millionen Kronen, nach plus 7 Millionen Kronen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg zwar leicht auf 200 Millionen Kronen, das EBITDA brach jedoch von 54 auf 3 Millionen Kronen ein.

Belastet wurde das Ergebnis durch niedrigere Schweinepreise mit einem Effekt von 16 Millionen Kronen sowie eine negative Fair-Value-Anpassung auf den Tierbestand. Hinzu kam ein Wiederaufbau der Herde nach einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche, der die Produktion zusätzlich belastete. Auch die Milchpreise blieben unter Budget, wenngleich sich hier zuletzt eine Erholung zeigt — der August-Preis liegt 15 Prozent über dem Juni-Niveau.

Co-Vorstandschef Michael Hyldgaard rechnet mit leicht steigenden Schweinepreisen und verweist auf positive Signale bei den Getreidepreisen. Die neue Molkereianlage am Standort Plavecky steht kurz vor der Fertigstellung, die vollständige Übergabe der getesteten Produktionsanlage ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Bis dahin bleibt der Fokus des Unternehmens auf effektivem Kostenmanagement und der Inbetriebnahme der neuen Anlage gerichtet.

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