Ferrovial, Aktie

Ferrovial Aktie: Zahlen und Dividende

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 23:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Erlöse und ein stärkeres EBITDA prägen Ferrovials Neunmonatsbilanz; die Zwischenausschüttung erfolgt wahlweise in bar oder Aktien.
Moderne Autobahnkreuzung bei Sonnenuntergang als Symbol für Infrastruktur und Bauwirtschaft Illustration mit AI erstellt.

Ferrovial legt für die ersten neun Monate 2026 deutlich zu und kündigt am selben Abend eine Zwischendividende an. Die Aktie hatte bereits am Dienstag kräftig angezogen, nachdem Details zur Zahlungsstruktur eines großen US-Projekts bekannt geworden waren.

Zweistelliges Wachstum

Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) stieg auf 1,2 Milliarden Euro, vergleichbar gerechnet ein Plus von 21,8 Prozent. Der Umsatz wuchs um 10,8 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Treiber waren die US-Express-Lanes und die Bausparte.

Die Autobahnsparte steigerte ihren Umsatz um 14,7 Prozent. Die Projekte in Nordamerika schütteten 524 Millionen Euro an Dividenden aus. Die kanadische Mautstraße 407 ETR wuchs zweistellig, ihr Board hat für das vierte Quartal eine Ausschüttung von 1,05 Milliarden kanadischen Dollar genehmigt.

Die Bausparte erreichte eine bereinigte EBIT-Marge von 4,1 Prozent und lag damit über dem langfristigen Zielwert von 3,5 Prozent. Der Auftragsbestand markiert mit 19 Milliarden Euro ein Rekordhoch, gut die Hälfte davon entfällt auf Nordamerika.

Finanziell steht der Konzern solide da: Die Liquidität beträgt 5,1 Milliarden Euro, ohne Infrastrukturprojekte besitzt Ferrovial eine Nettoliquidität von 1,7 Milliarden Euro.

Tennessee sorgt für Kursfantasie

Der Kurssprung von rund 8 Prozent am Dienstag hing mit der I-24 Southeast Choice Lanes in Nashville zusammen. Jefferies zufolge sind während der Bauphase nominal etwa 7,7 Milliarden Dollar fällig. Das liegt deutlich unter der Sorge, die gesamte Konzessionsgebühr von 24,8 Milliarden Dollar könnte vor 2035 anfallen.

JPMorgan hält bei dieser nachgelagerten Zahlungsstruktur eine Projektrendite von mindestens 15 Prozent für möglich, zuvor lag die Basisannahme bei 11 Prozent. Die Bank merkt aber an, dass Wettbewerber das Vergabeverfahren bereits hinterfragt haben. Jefferies verweist zudem auf weiterhin erhebliche langfristige Kapitalverpflichtungen.

Ein weiteres Konsortium unter Ferrovial-Führung hat am 15. Oktober den Zuschlag für die I-285 East Express Lanes bei Atlanta erhalten. Am New Terminal One am New Yorker JFK-Flughafen sind die ersten Basistests abgeschlossen, 32 Vereinbarungen mit Airlines liegen vor.

Zwischendividende im Dezember

Ferrovial schüttet eine Zwischendividende von insgesamt 600 Millionen Euro aus, wahlweise in bar oder in Aktien. Der Betrag je Aktie wird am 3. November bekanntgegeben. Die Aktie notiert in Spanien ab dem 5. November ex Dividende, an der Nasdaq einen Tag später.

Aktionäre können vom 9. bis 20. November wählen. Wer nicht entscheidet, erhält Aktien. Das Umtauschverhältnis folgt am 3. Dezember, Auszahlung und Lieferung der Aktien starten ab dem 10. Dezember. Heute (Mittwoch) um 15:00 Uhr MEZ stellt das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz vor.

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