Ferrexpo Aktie: Werewskyj steigt mit 21,4 Prozent ein
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 11:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Operativer Neustart im Tagebau
Beim ukrainischen Eisenerzpellet-Produzenten Ferrexpo laufen die Verarbeitungsanlagen wieder an. Das Hauptwerk Poltawa im ukrainischen Horischni Plawni hat die Fertigung von Pellets nach einer Betriebsunterbrechung am 7. September wieder aufgenommen. Vorangegangen war ein Stillstand infolge der anhaltenden logistischen Risiken im Schwarzmeerraum.
Um die Belieferung von Kunden aufrechtzuerhalten, wickelt das Unternehmen seine Exporte auf dem Landweg in Richtung Mittel- und Osteuropa ab. Neben dem vollständig gehaltenen Werk Poltawa kontrolliert Ferrexpo auch die Minenbetriebe Jerystiwka und Bilanowe.
Der logistische Ausweichverkehr über die Schiene bleibt für den Sektor kostspielig. Dennoch sichert das Hochfahren der Anlagen die Belieferung der Vertragspartner und signalisiert eine operative Stabilisierung der Kernaktivitäten.
Neuer Großaktionär ordnet Machtgefüge
Parallel zum industriellen Neustart ordnen sich die Besitzverhältnisse beim britisch gelisteten Konzern neu. Mit Andrij Werewskyj, dem Eigentümer des Agrarunternehmens Kernel, steigt ein prominenter ukrainischer Unternehmer als Großinvestor ein. Laut Forbes Ukraine investierte Werewskyj 50 Millionen US-Dollar und sicherte sich damit einen Anteil von 21,4 Prozent. Er steigt damit zum zweitgrößten Anteilseigner des Unternehmens auf.
Die Hereinnahme des neuen Miteigentümers bringt dem Bergbaukonzern frische Mittel und verändert die Aktionärsstruktur spürbar.
Die Transaktion erfolgte im Zuge einer Kapitalaufstockung über rund 100 Millionen US-Dollar, bei der 448,85 Millionen neue Aktien ausgegeben wurden. Die Beteiligung des bisherigen Hauptaktionärs Fevamotinico von Kostjantyn Schewago sank infolge der Platzierung auf 45,3 Prozent.
Liquidität und Wiederaufnahme des Handels
Flankierend stellte Fevamotinico dem Rohstoffförderer am 8. September eine unbesicherte Kreditlinie über 15 Millionen US-Dollar bereit. Das Darlehen läuft über ein Jahr bei einer Verzinsung von 9,75 Prozent und dient als Verrechnungsvorschuss für die neuen Anteile.
Der Überbrückungskredit verschafft dem Management zusätzlichen Spielraum, während das Unternehmen die operativen Belastungen und Ausfälle der vergangenen Monate abarbeitet.
Zum 30. Juni belief sich die Nettobarmittelposition auf rund 21 Millionen US-Dollar, während das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettoverlust von 211 Millionen US-Dollar schloss. Für die Marktteilnehmer richtet sich der Blick nun nach vorn: Die Wiederaufnahme des Aktienhandels an der Londoner Börse ist für den 22. September angesetzt.
Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 14. September liefert die Antwort:
Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ferrexpo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
