Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Verevskyi überschreitet Meldeschwelle

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 11:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ferrexpo meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Produktionsrückgang, während eine Kapitalaufnahme über 100 Millionen US-Dollar die Liquidität stärkte.

Ferrexpo-Aktie steigt trotz schwachem Halbjahr um 8,4 Prozent
Industrielle Bergbaulandschaft bei Sonnenuntergang mit schwerem Gerät in einer weitläufigen Grube. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Ferrexpo legt am heutigen Montag um 8,4 Prozent auf 0,4244 Euro zu. Für diesen Kurssprung liegt keine neue Mitteilung des Unternehmens oder eine aktuelle Branchenmeldung vor. Die Bewegung folgt auf die am Freitag veröffentlichten Geschäftsergebnisse für das erste Halbjahr 2026, die von anhaltenden operativen Belastungen geprägt waren.

Operative Einbußen belasten das Halbjahresergebnis

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 196 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 4 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 14,89 Millionen US-Dollar, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein Fehlbetrag von 196 Millionen US-Dollar angefallen war.

Die gesamte kommerzielle Produktion belief sich in den ersten sechs Monaten auf 1,556 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 54 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.

Als wesentliche Gründe für den Rückgang nannte das Unternehmen Einschränkungen bei der Stromversorgung sowie Engpässe bei Liquidität und Betriebskapital. Hinzu kamen kriegsbedingte Störungen des Geschäftsbetriebs. Ferner waren zum Stichtag am 30. Juni 2026 Forderungen aus ukrainischen Mehrwertsteuererstattungen in Höhe von 82,7 Millionen US-Dollar offen, deren Auszahlung weiterhin einbehalten wird.

Finanzierungsmaßnahmen und Verschiebungen im Aktionariat

Zur Stabilisierung der Finanzlage trug eine vollzogene Kapitalbeschaffung über 100 Millionen US-Dollar bei, die nach Unternehmensangaben die Liquidität stärkte. Vor gut einer Woche stimmten die Anteilseigner auf einer Hauptversammlung allen Beschlüssen zu, woraufhin die Zulassung von 448.848.484 neuen Stammaktien erfolgte.

Parallel dazu kam es zu Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Am selben Tag überschritt auch Andrii Verevskyi eine meldepflichtige Schwelle bei den Stimmrechten.

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