Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Kapitalerhöhung über 100 Millionen Dollar vollzogen

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 14:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ferrexpo schließt die Kapitalaufnahme ab, stärkt damit die Liquidität und richtet Exporte wegen unsicherer Seewege stärker auf Europa aus.

Ferrexpo-Aktie steigt nach abgeschlossener 100-Millionen-Dollar-Finanzierung
Abstrakte Industrielandschaft bei Dämmerung mit geometrischen Erzstrukturen und industrieller Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Ferrexpo verzeichnet heute ein Kursplus von 3,2 Prozent auf 0,3324 Euro. Auslöser der Aufwärtsbewegung ist der formelle Abschluss der Kapitalmaßnahme über 100 Millionen US-Dollar: Am heutigen Dienstag wurde die Zulassung von 448.848.484 neuen Stammaktien zum Hauptmarkt der London Stock Exchange wirksam. Nachdem die Aktionäre gestern auf der Hauptversammlung sämtlichen Beschlussvorlagen zugestimmt hatten, ist der Weg für das frische Eigenkapital frei.

Mit der Ausgabe der neuen Papiere erhöht sich das gesamte ausgegebene Aktienkapital auf 1.062.816.440 Stammaktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte beläuft sich damit auf 1.046.985.626 Anteile. Der erfolgreiche Vollzug sichert dem Rohstoffkonzern die Fortführung der Geschäftstätigkeit, nachdem das Unternehmen zuvor erhebliche Liquiditätsengpässe überbrücken musste.

Finanzierung sichert operativen Betrieb

Die Struktur der Kapitalerhöhung stand bereits seit Monatsbeginn fest. Laut Bloomberg platzierte das Unternehmen die 448,8 Millionen neuen Anteile zu einem Ausgabepreis von 16,5 Pence je Aktie. Eine maßgebliche Stütze bildete dabei der ukrainische Geschäftsmann Andriy Verevskyi, der als Ankerinvestor eine feste Zusage über 50 Millionen US-Dollar für 224,4 Millionen Aktien abgab.

Mit den eingeworbenen Mitteln konnte die Gesellschaft ihre operative Arbeit stabilisieren und die Produktion auf einer Pelletlinie wieder hochfahren.

Logistische Umwege und geschwächte Bilanz

Trotz des operativen Neustarts bleibt das Umfeld für den Pelletproduzenten herausfordernd. Wegen der anhaltenden Aussetzung der Schifffahrt zu den ukrainischen Schwarzmeerhäfen und den Risiken militärischer Angriffe auf Frachtschiffe beabsichtigt Ferrexpo, die Exporte vor allem auf europäische Kunden auszurichten. Die Blockade der maritimen Transportwege verlangt vom Unternehmen teurere logistische Ausweichrouten auf dem Landweg.

Diese Spuren spiegeln sich weiterhin am Markt wider: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 63 Prozent. Der Zufluss von 100 Millionen US-Dollar verschafft dem Konzern nun jedoch den nötigen finanziellen Spielraum, um die Belieferung europäischer Abnehmer aufrechtzuerhalten.

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